Personalnot bei der Polizei

"Endlich handeln" – Strafen für Zwölfjährige gefordert

Schwere Straftaten mit minderjährigen Verdächtigen rufen erneut die ÖVP auf den Plan: Der Bund dürfe nicht länger zusehen, so der Appell aus OÖ.
Oberösterreich Heute
07.08.2026, 05:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Schon vor wenigen Wochen rückte Jugendlandesrat Christian Dörfel (ÖVP) mit der Forderung  nach Senkung des Strafalters aus. Es brauche aus Wien "endlich konkrete gesetzliche Maßnahmen", sagte er.

Jetzt stößt ihm auf, dass seit Anfang August täglich Polizisten aus Bundesländern für Schwerpunktaktionen gegen Jugendkriminalität nach Wien entsandt werden. "Die Polizei leistet hervorragende Arbeit und muss dort verstärkt werden, wo die Sicherheitslage es erfordert", räumt Dörfel ein.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Versäumnisse in Wien"

Aber: Es könne keine Dauerlösung sein, Beamte aus Oberösterreich abzuziehen, "um die Folgen von Versäumnissen der Politik in Wien auszugleichen". Man brauche die Kräfte auch im Bundesland, so der Landesrat.

Er pocht auf gesetzliche Regeln, die den Tätern die Konsequenzen aufzeigen und zukünftige Opfer schützen. Die Forderung: die Strafmündigkeit von 14 auf zwölf Jahre senken. Wer schwere Gewalttaten begeht, müsse spürbare Konsequenzen erfahren. "Der Bund darf nicht länger zusehen."

Kritik auch von der SPÖ

Dass Polizisten in der Bundeshauptstadt aushelfen müssen, ärgert auch die Sozialdemokraten: Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) verschlafe die Situation bzw. seien seine Vorgänger gescheitert, kritisiert Sabine Engleitner-Neu. Sie verlangt ein Konzept gegen Jugendkriminalität, "das auf dauerhaft geschultes Personal setzt".

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 09.08.2026, 10:53, 07.08.2026, 05:00