Frau gab nach Medien-Druck auf

Entführungs-Alarm um "Lucy" – Hündchen wieder zurück

Vor über drei Wochen soll eine Malteserhündin von einer Frau auf der Straße aufgehoben, im Auto entführt worden sein – nun ist das Fellknäuel zurück.
Victoria Carina  Frühwirth
29.04.2026, 16:43
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Am Ostersonntag verschwand der kleine weiße Hund spurlos während eines Spaziergangs. Heute kehrte "Lucy" nach 24 Tagen zu ihrem Besitzer zurück. Die Freude ist groß.

Hündin war zu Ostern entführt worden

Nach Wochen voller Angst, Hoffnung und intensiver Suche gibt es im Fall der vermissten Malteser-Hündin "Lucy" endlich ein Happy End. "Ich bin so so froh und erleichtert, mir fällt ein Stein vom Herzen! Heute kann ich das erste Mal seit über drei Wochen wieder ruhig schlafen", freut sich "Lucys" Besitzerin im "Heute"-Gespräch.

Die Hündin war am Ostersonntag bei einem Spaziergang in Wilhelmsburg (Bezirk St. Pölten) entführt worden, berichtet ihr Besitzer. "Ich war kurz mit ihr draußen, sie hat ihr Geschäft gemacht. Weil ich keine Gassisackerl bei mir hatte, bin ich kurz ins Haus zurückgelaufen, dabei habe ich 'Lucy' auf der Straße warten gelassen. Als ich zurückgekommen bin, war sie aber weg", so ihr Besitzer Sasa Z.

Nach stundenlanger Suche erfuhr Z. noch am selben Abend von einem Nachbarn: Eine Frau soll mit dem Auto in die Straße gefahren, "Lucy" gesehen und einfach mitgenommen haben. Einem anwesenden Nachbarn soll sie erzählt haben, sie würde den "entlaufenen Hund" einmal zu sich nehmen. Danach war die junge Frau spurlos verschwunden.

Wochenlange Suchaktionen

Sofort verteilten "Lucys" Besitzer in ganz Wilhelmsburg und St. Pölten Flyer, sie erstatteten Anzeige bei der Polizei, posteten fleißig auf Facebook und informierten alle umliegenden Tierärzte. "Wir gingen davon aus, dass es ein Missverständnis war und die Frau glaubte, Lucy gehörte niemandem oder ist entlaufen. Wir sind von Anfang an davon ausgegangen, dass die Frau am nächsten Arbeitstag zu einem Tierarzt fährt, Chip und Registrierung liest und Lucy wieder zurückkehrt", so ihre Besitzerin.

Aus den Tagen wurden aber Wochen, schließlich organisierte auch die "Hunde-Such-Hilfe Österreich" mehrere großangelegte Suchaktionen in St. Pölten an Stellen, wo Passanten meinten, die Hündin gesehen zu haben.

Anonymer Anrufer bringt "Lucy" zurück

"Mit den Suchaktionen haben wir sie aber trotzdem nicht gefunden. Gestern aber, am Dienstag, hat mich ein Mann mit unterdrückter Telefonnummer angerufen", berichtet die Besitzerin im "Heute"-Gespräch. "Er meinte, er hat 'Lucy' bei seiner Nachbarin entdeckt. Sie soll 'Lucy' am 5. April mit dem Auto mitgenommen und einfach behalten haben. Weil wir aber so viele Flyer aufgehängt haben, weil ganz Wilhelmsburg darüber gesprochen hat und weil die Medien so viel berichtet haben, hat die Frau aber durch den medialen Druck Schiss bekommen. Deswegen wollte ihr Nachbar 'Lucy' wieder zu uns zurückbringen."

Gesagt getan, am Mittwoch, dem 29. April, kam es endlich zum großen Wiedersehen: Jener Nachbar brachte die Malteserin um 11 Uhr vormittags nach 24 bangen Tagen endlich zu Besitzer Sasa zurück. Einen Finderlohn lehnte er ab, dann war er schon wieder verschwunden.

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"Das ist unsere Hündin"

"Ich fand die ganze Situation voll schräg. Bis heute war ich mir nicht sicher, ob der Nachbar wirklich 'Lucy' vor sich hatte. Aber 'Lucy' erkannte Sasa und mich sofort und rannte sofort ins Haus zu ihrem Wassernapf. Und sie war zum Glück in einem guten Zustand, sie muss nur dringend zum Hundefrisör. Aber als ich mir sicher war, dass sie endlich wieder da ist – das war ein Wahnsinn. Ich hatte fast Schmetterlinge im Bauch", kämpft die Besitzerin mit ihren Gefühlen.

Wochenlang hatte sie sich Schreckensszenarien ausgemalt, ihr Hund könnte bei einer "Bettel-Mafia" in Rumänien stecken. "Ich habe sogar schon überlegt, wann ich 'Lucys' Leckerli hergebe. Wochenlang hatte ich jetzt Albträume deswegen."

Umso größer ist die Freude jetzt. Die Besitzerin will eine Art Willkommensfeier für ihre Malteserhündin machen, bei der sich ihre Freunde und Nachbarn versichern können, dass Lucy wieder in Sicherheit und zu Hause ist.

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