Seit Herbst 2025 nahm die Kriminalpolizei eine mutmaßliche Einbrecherbande aus Polen ins Visier. Die Verdächtigen sollen bei Kfz-Händlern in Niederösterreich, Wien und der Steiermark zugeschlagen haben. Ihre Beute: komplette Reifensätze und teure Fahrzeugteile.
Das Diebesgut soll anschließend nach Polen gebracht worden sein. Dort warteten laut Polizei bereits Abnehmer auf die Ware.
Nach intensiven Ermittlungen klickten am 28. November des Vorjahres schließlich die Handschellen. Nach einem Einbruch in ein Autohaus in Wien wurden drei Verdächtige auf frischer Tat erwischt und vorläufig festgenommen. In ihrem Fahrzeug fanden die Polizisten Kompletträder im Wert von mehr als 25.000 Euro. Die Beute wurde sichergestellt und der betroffenen Firma zurückgegeben.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Polen im Alter von 29, 38 und 41 Jahren. Der 38-Jährige zeigte sich geständig, der 41-Jährige teilweise geständig. Die 29-Jährige bestritt bislang die Vorwürfe und wurde nach mehreren Wochen U-Haft gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt.
Die beiden Männer wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in die Justizanstalt Korneuburg gebracht. Ein weiterer Verdächtiger, ein 30-jähriger Pole, wurde als mutmaßliches Bandenmitglied ausgeforscht. Gegen ihn wurde ein Europäischer Haftbefehl erlassen. Der Mann sitzt derzeit in Polen in Haft und soll voraussichtlich im Herbst 2026 nach Österreich ausgeliefert werden.
Insgesamt ordnet die Kriminalpolizei der Gruppe sieben Einbrüche zu, zwei davon blieben beim Versuch. Die Tatorte lagen in Wien, Graz, Krems an der Donau und Bruck an der Leitha. Der Tatzeitraum reicht vom 5. Juli bis zum 28. November 2025.
Der Wert der gestohlenen Ware liegt laut Polizei bei mehr als 215.700 Euro. Dazu kommt ein Sachschaden von über 5.500 Euro.