Gefängnis-Drama in NÖ

Horror hinter Gittern – Häftling in Zelle vergewaltigt

Schreckliche Szenen in der JA Göllersdorf (NÖ): Drei Insassen sollen einen anderen Häftling schwer missbraucht und vergewaltigt haben.
Niederösterreich Heute
19.04.2026, 15:17
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Gleich fünf bereits inhaftierte Männer müssen sich am 27. April vor dem Korneuburger Landesgericht verantworten. Drei von ihnen sollen einem Mithäftling schreckliches Leid zugefügt haben, die beiden anderen hätten einfach zugesehen.

Zur Vorgeschichte: Wie die "Krone" berichtet, sollen sich die Vorfälle vergangenen Herbst in der Justizanstalt Göllersdorf (Bez. Hollabrunn) zugetragen haben. In dem Gefängnis sitzen ausschließlich geistig abnorme Rechtsbrecher.

Mit Gegenständen missbraucht

Drei der nun Beschuldigten sollen sich des Öfteren in die Nachbarzelle geschlichen haben. Dort hätten sie ihr Opfer auf dessen Bett fixiert und ihn mit diversen Gegenständen missbraucht. Die Zellengenossen des Mannes sollen dabei gelacht haben.

Später hätten sie ausgesagt, nicht geholfen zu haben, da sie nicht selbst zum Ziel des Trios werden wollten. Auch das Wachpersonal hätte von den Übergriffen nichts mitbekommen, heißt es in dem Bericht. Erst als sich das Opfer an einer Sozialarbeiterin anvertraute, kam der Fall ins Rollen.

Das sind die Verdächtigen

Bei den mutmaßlichen Vergewaltigern handelt es sich keineswegs um Unbekannte. Der angebliche Rädelsführer der Gruppe, Robert C., sitzt in Göllersdorf, da er 2016 seinen Sohn beinahe zu Tode gefoltert hatte. Unter anderem hatte er das Kind auf eine heiße Herdplatte gesetzt, gewürgt und bedroht.

Doch auch die Straftaten seiner mutmaßlichen Komplizen haben es in sich. Einer der Männer – Eyob E. – hatte im Jahr 2019 seine Schwester auf dem Wiener Hauptbahnhof erstochen, der andere ist Martin S. Er tötete 2023 seine eigene Mutter und fügte seinem Stiefvater lebensgefährliche Verletzungen zu.

Beschuldigte zurechnungsfähig

Wie die "Krone" unter Berufung auf eine Analyse von Gerichtspsychiater Werner Brosch berichtet, sollen alle fünf Männer zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Missbrauchsvorfälle zurechnungsfähig gewesen sein.

Im Falle einer Verurteilung könnten sie also noch länger in der Justizanstalt sitzen müssen. Den drei Hauptverdächtigen werde Vergewaltigung vorgeworfen. Die beiden Zellengenossen des Opfers müssen sich wegen unterlassener Verhinderung einer mit Strafe bedrohten Handlung verantworten.

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