Das ist der wahre Grund

Rekord! So viele Frauen berufstätig wie nie zuvor

Knapp 296.000 Niederösterreicherinnen waren zuletzt unselbstständig beschäftigt - ein Rekord. Ein Grund ist das höhere Pensionsalter.
Victoria Carina  Frühwirth
19.04.2026, 07:30
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Neuer Höchststand am Arbeitsmarkt: In Niederösterreich gab es zuletzt so viele unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse von Frauen wie noch nie. Knapp 296.000 Jobs wurden nachgewiesen. Im Vergleich zu 2008 ist das ein Plus von fast 16 Prozent.

Frauen-Pensionsalter wandert hinauf

Für das AMS Niederösterreich kommt der Rekord nicht überraschend. Sandra Kern, Landesgeschäftsführerin des AMS Niederösterreich, verweist im "Kurier" auf die schrittweise Erhöhung des Pensionsantrittsalters bei Frauen. Genau das mache sich jetzt immer deutlicher in den Zahlen bemerkbar.

Seit 1. Jänner 2024 wird das Regelpensionsalter für Frauen schrittweise auf 65 Jahre angehoben. Besonders sichtbar ist das bei den älteren Beschäftigten: Die meisten unselbstständig beschäftigten Frauen finden sich derzeit in der Altersgruppe zwischen 55 und 59 Jahren.

Doppelt so viele Frauen erwerbstätig

Auffällig ist auch der Sprung bei den 60- bis 64-Jährigen. Dort ist die Erwerbsquote binnen eines Jahres bereits um acht Prozentpunkte gestiegen. Insgesamt hat sich die Beschäftigung bei Frauen ab 50 in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten mehr als verdoppelt.

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"Für Niederösterreich ist in der Altersgruppe 60 bis 64 Jahre in den nächsten Jahren eine Erwerbsquote von 38 Prozent erwartbar", sagt dazu Sandra Kern im "Kurier".

Teilzeit bleibt Top-Arbeitsmodell

Teilzeit bleibt dabei das dominierende Modell. Mehr als die Hälfte aller Niederösterreicherinnen arbeitete im Jahresdurchschnitt 2024 in Teilzeit. Gründe dafür sind laut AMS vor allem Kinderbetreuung, die Pflege von Angehörigen - und auch der Mangel an Vollzeitstellen.

Damit stellen Frauen in Niederösterreich rund 80 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten. Das ist deutlich mehr als in Wien, wo der Anteil bei 69 Prozent liegt. Beschäftigt sind viele Frauen vor allem in der öffentlichen Verwaltung, im Handel sowie im Gesundheits- und Sozialbereich.

Weibliche Langzeitarbeitslosigkeit sinkt

Auch bei der Arbeitslosigkeit zeigt sich ein gemischtes Bild. Seit 2005 ist die Zahl arbeitsloser Frauen um 12,6 Prozent gestiegen, zuletzt blieb der Anteil aber relativ stabil. Den größten Zuwachs gibt es bei den über 50-Jährigen. Positiv: Der Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit bei Frauen konnte deutlich gesenkt werden.

Beim Einkommen schneiden Niederösterreicherinnen ebenfalls stark ab. Im Bundesländervergleich verdienen unselbstständig beschäftigte Frauen hier am zweitmeisten. Das mittlere Bruttoeinkommen liegt bei 33.219 Euro - nur im Burgenland ist es noch etwas höher.

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