Die aktuellen Zahlen sind da

So viele Menschen bekommen jetzt AMS-Geld in Österreich

Trotz schwacher Wirtschaftslage bleibt der Arbeitsmarkt stabil: Ende März waren rund 322.700 Menschen arbeitslos gemeldet, leicht mehr als im Vorjahr.
André Wilding
01.04.2026, 08:31
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Der österreichische Arbeitsmarkt zeigt sich in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld insgesamt stabil. Ende März sind rund 322.700 Personen arbeitslos gemeldet, das sind etwa +6.400 bzw. +2,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Register-Arbeitslosenquote liegt bei 7,5 Prozent (+0,1 Prozentpunkte).

Gleichzeitig steigt die Beschäftigung leicht um rund +4.000 Personen gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sind rund 400.600 Menschen entweder arbeitslos oder in AMS-Schulungen, ein moderater Anstieg von +0,9 Prozent. Die Entwicklungen der letzten Monate deuten dabei auf eine Abschwächung der Dynamik beim Anstieg der Arbeitslosigkeit hin.

"Unternehmen in die Pflicht nehmen"

Positiv entwickelt sich weiterhin die Beschäftigung älterer Menschen – sie erweist sich zunehmend als zentraler Faktor des Arbeitsmarktes und wichtiger Indikator für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung.

"Ältere Arbeitnehmer sind eine tragende Säule unseres Arbeitsmarktes – ihre Erfahrung und ihr Know-how sind unverzichtbar, und wir müssen die Rahmenbedingungen so gestalten, dass längeres Arbeiten attraktiv und möglich bleibt. Gleichzeitig müssen Unternehmen in die Pflicht genommen werden, ältere Menschen einzustellen und im Erwerbsleben zu halten", erklärt Arbeitsministerin Korinna Schumann.

Ältere Beschäftigte: Dynamik setzt sich fort

Die aktuellen Daten des Älterenbeschäftigungsmonitorings unterstreichen diesen Trend: Bereits 30,5 Prozent aller Beschäftigten sind 50 Jahre oder älter, 5,2 Prozent sogar über 60 Jahre.

Die Beschäftigungsquote der 60- bis 64-Jährigen ist seit 2022 deutlich um +6,7 Prozentpunkte auf 37,2 Prozent gestiegen. Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei Frauen: Hier konnte die Beschäftigungsquote im selben Zeitraum sogar um +9,8 Prozentpunkte auf 28,1 Prozent gesteigert werden.

Sozialministerin Korinna Schumann
Sabine Hertel

Diese Entwicklung zeigt klar: Ältere Arbeitnehmer:innen leisten einen immer wichtigeren Beitrag zur Stabilität und Leistungsfähigkeit des österreichischen Arbeitsmarktes.

Arbeitsmarktentwicklung differenziert

Die aktuelle Entwicklung zeigt ein differenziertes Bild: Während die Arbeitslosigkeit insgesamt leicht steigt, gibt es erste regionale und strukturelle Verbesserungen. In Kärnten (-4,5 Prozent), Oberösterreich (-1,2 Prozent) und Tirol (-1,0 Prozent) konnte der Anstieg der Arbeitslosigkeit bereits gestoppt werden.

Auch die Dynamik am Arbeitsmarkt entwickelt sich in Teilbereichen positiv: Der Anstieg bei Arbeitslosen und Schulungsteilnehmenden hat sich zuletzt spürbar abgeschwächt.

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt nur moderat (+0,9 Prozent), während sich gleichzeitig die Beschäftigung älterer Menschen weiterhin dynamisch entwickelt.

Potenziale nutzen, Chancen ausbauen

Gleichzeitig gilt es, bestehende Herausforderungen aktiv anzugehen. Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen in registrierter Arbeitslosigkeit liegt aktuell bei rund 103.200 Personen (+13,4 Prozent). Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften ist noch verhalten: Die Zahl der offenen Stellen sinkt um -8,8 Prozent auf rund 74.500, der Zugang an neuen Stellen liegt jedoch im März bereits um +4,8 Prozent über dem Vorjahr.

Im Video: "Unglaubliche Tricks" – AMS-Berater packt jetzt aus

Gerade vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig es ist, vorhandene Arbeitskräftepotenziale – insbesondere bei älteren Menschen – gezielt zu nutzen.

Klare Maßnahmen für mehr Beschäftigung

Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket wird die Unterstützung weiter ausgebaut:

▶ Ab Juli 2026 werden Unternehmen verstärkt über die Potenziale älterer Arbeitskräfte informiert und gezielt sensibilisiert

▶ Bestehende Förder- und Beratungsangebote werden noch stärker in den Fokus gerückt

▶ Ab 2027 stehen jährlich 100 Millionen Euro für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Verfügung

Ziel ist es, den Anteil der Beschäftigten über 60 Jahre bis 2027 auf 6,1 Prozent zu erhöhen und damit die positive Entwicklung konsequent fortzusetzen.

Erfahrung als Erfolgsfaktor

Die steigende Beschäftigung älterer Menschen zeigt, dass Erfahrung und Qualifikation zentrale Erfolgsfaktoren für einen resilienten Arbeitsmarkt sind. Die Bundesregierung setzt daher konsequent darauf, diese Potenziale weiter zu stärken und bestmöglich zu nutzen.

{title && {title} } wil, {title && {title} } 01.04.2026, 08:31
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