Brisante Zahlen

Enthüllt: 47 Prozent der Straftäter keine Österreicher

Die Zahl der rechtskräftigen Verurteilungen ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Bei den statistischen Details gab es hingegen kaum Veränderungen.
Newsdesk Heute
03.06.2026, 16:23
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Die Zahl der gerichtlichen Verurteilungen in Österreich hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Gab es um 1980 noch fast 90.000 Schuldsprüche pro Jahr, waren es 2025 nur mehr 27.620. Ein genauerer Blick auf die Zahlen der Statistik Austria bringt aber einige interessante Details zutage.

Die 27.620 rechtskräftigen Verurteilungen bedeuten jedenfalls einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (27.717). Auf jede Verurteilung kamen dabei im Schnitt 1,65 Delikte.

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Die häufigsten Deliktgruppen waren einmal mehr strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen (14.860 bzw. 32,7 Prozent), darunter oft Diebstähle, sowie strafbare Handlungen gegen Leib und Leben (8.589; 18,9 Prozent), darunter vor allem (schwere) Körperverletzung. Während die Werte hier recht unverändert blieben, gab es bei der drittgrößten Gruppe, den Suchtmitteldelikten, einen Rückgang von 5,6 Prozent. Einen starken Rückgang gab es etwa bei Schlepperei (-56,2 Prozent) und versuchtem oder vollendetem Mord (-23,9 Prozent).

47 Prozent keine Österreicher

Die meisten Verurteilten haben eines gemeinsam: ihr Geschlecht. Ganze 84,5 Prozent der 25.195 Straftäter waren männlich. Sechs Prozent waren Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren und 8,4 Prozent junge Erwachsene von 18 bis 21 Jahren. Für 91,5 Prozent der Verurteilten blieb es bei einer Verurteilung im Jahr 2025, weitere 7,5 Prozent wurden ein zweites Mal, und 1,0 Prozent dreimal oder öfter rechtskräftig verurteilt.

Während 20,5 Prozent der in Österreich lebenden Menschen eine ausländische Staatsangehörigkeit haben, ist diese Gruppe bei den Verurteilungen deutlich überrepräsentiert. 53,1 Prozent hatten die österreichische, 46,9 Prozent eine andere (inkl. unbekannte) Staatsbürgerschaft. Dieser Anteil blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Insgesamt ist die Wiederverurteilungsquote von 29,9 auf 31,1 Prozent gestiegen.

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