Auch heuer zog es zu Pfingsten wieder tausende junge Österreicher in den italienischen Badeort Lignano. Die Nacht auf Sonntag verlief trotz reichlich Alkohol, kleineren Rangeleien und Sachbeschädigungen zwar ohne größere Eskalation – ruhig war es aber keineswegs.
Ein junger Österreicher wurde nach einem Randalierer-Einsatz der Carabinieri sogar festgenommen und anschließend in die Notaufnahme gebracht. Immer wieder mussten Polizisten wegen Streitigkeiten einschreiten. Unterstützung gab es dabei auch von österreichischen Beamten, die laut lokalen Medien bei der Beruhigung der Lage halfen.
Auf den Straßen blieb nach der langen Partynacht vor allem eines zurück: jede Menge Müll. Tausende Feiernde strömten durch Bars und Lokale des beliebten Badeorts an der Adria. Die Verkehrspolizei führte auf den Zufahrtsstraßen Alkohol- und Drogentests durch. Auch Hoteliers klagten über Probleme mit einzelnen Gästen. Berichtet wurde von nächtlichen Streitigkeiten, unerlaubten Besuchen in Hotelzimmern und Einsätzen von Sicherheitsdiensten.
Am Strand versuchten Betreiber bereits am Samstag, Familien und Partygäste voneinander zu trennen. Im Bereich Lido del Sole wurden zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt. Laut Behörden wurden dort zehn Sonnenschirme beschädigt.
Die Stadt setzte erneut auf ein großes Sicherheits- und Reinigungskonzept. Bereits Sonntagfrüh präsentierte sich Lignano wieder weitgehend sauber und bereit für Urlauber. Viele Bars hielten sich außerdem an die vereinbarte Sperrstunde um 1 Uhr, hieß es in einer ersten Bilanz.
Der Präsident der Region Friaul-Julisch Venetien, Massimiliano Fedriga, richtete klare Worte an die jungen Gäste aus Österreich und Deutschland. Diese müssten verstehen, dass sie willkommen seien, gleichzeitig aber auch den Ort und seine Bewohner respektieren müssten. Für den Pfingstmontag rechnen die Behörden nun mit starkem Rückreiseverkehr. Deshalb werden zusätzliche Kräfte zur Verkehrsregelung sowie ein Pannendienst entlang der Autobahn A23 eingesetzt.