Österreicher stürmen Lignano

"Tutto Gas" - Startschuss für Party-Exzess zu Pfingsten

Zu Pfingsten wird Lignano wieder zum Party-Hotspot. Polizei und Behörden bereiten sich auf den Ansturm vor.
Österreich Heute
22.05.2026, 09:01
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Party-Highlight, Tage der Exzesse – Für zehntausende Österreicher bedeutet Pfingsten beinahe  schon traditionell Ausnahmezustand in Lignano. Auch heuer werden wieder Zehntausende Gäste zur legendären "tutto gas"-Party an die obere Adria reisen. Viele versuchen die beliebte Adria-Stadt in dieser Zeit zu meiden: zu laut, zu schrill.

"Völlig zu Unrecht", sagt Tourismus-Stadtrat Massimo Brini in der Kleinen Zeitung. Die laute Feier finde nur in einem kleinen Bereich statt, an vielen Orten der Stadt bekomme man davon kaum etwas mit. "Das Pfingstfest im vergangenen Jahr lief viel geordneter als sonst ab, alle hatten Spaß. Das zeigt, dass nicht übermäßiger Alkoholkonsum für Freude sorgt, sondern Tanz, Geselligkeit und gemeinsames Lachen."

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Damit nicht alles nur im Zeichen der Party steht, setzt Lignano heuer bewusst auch auf ruhigere Angebote. Am Sonntag gibt es etwa direkt am Strand beim Faro Rosso eine Odaka-Yoga-Einheit. Dabei stehen Entspannung, Regeneration und Bewegungen inspiriert vom Meer im Mittelpunkt. Auch zahlreiche Fahrradrouten sollen Gäste anlocken, die dem Trubel entkommen wollen.

Bereits seit Dienstag laufen in Lignano zudem die Special Olympics Summer Games. Rund 3.500 Athleten mit und ohne Behinderung treten noch bis Sonntag in verschiedenen Bewerben gegeneinander an. "Auch Partygäste verstehen oft, dass der Spaß darin besteht, Freizeitmöglichkeiten zu finden, die sie sonst nicht haben. Damit erleben sie ein noch einladenderes Lignano", sagt Brini laut Kleine Zeitung.

Damit das Wochenende ruhig bleibt, setzen die Behörden erneut auf starke Präsenz. Von Freitag bis Montag werden Sicherheitsdienste in den Partyzonen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausgehvierteln verstärkt.

Auch österreichische Polizisten sind wieder vor Ort. Kärntner Polizist Martin Macor wird gemeinsam mit Kollegen aus Kärnten, Oberösterreich und Wien in Lignano im Einsatz stehen. "Das hat sich in der Vergangenheit perfekt bewährt, wir sind zu viert vor Ort", erklärt Macor in der Kleinen Zeitung.

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"In diesem Jahr ist alles noch einmal viel koordinierter. Wir sind zu viert vor Ort und nicht zu zweit, wie in der Vergangenheit immer. Die Arbeit wird nicht weniger und das Konzept hat sich bewährt", sagt er weiter. Die österreichischen Beamten seien vor allem Ansprechpartner für Landsleute: "Wenn jemand Hilfe benötigt, sind wir oft erster Ansprechpartner. Deshalb sind wir auch mit sichtbaren Polizeifahrzeugen unten."

Für Besucher gelten rund um Pfingsten aber auch klare Regeln. Der Strand bleibt nachts zwischen 22 und 6 Uhr gesperrt. In diesem Zeitraum ist auch Baden zwischen Faro Rosso und dem Strandbüro 19 verboten. Alkohol im öffentlichen Raum ist nachts ebenfalls untersagt - ausgenommen in genehmigten Gastrobereichen.

Zusätzlich gelten Einschränkungen für private Musik entlang des Strandes und in den Straßen der Stadt. Veranstaltungen müssen je nach Genehmigung bis Mitternacht oder spätestens 1 Uhr beendet werden.

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