Was als gemütlicher Sonntagnachmittag begann, endete im September 2025 mit einem verheerenden Brandanschlag. Eigentlich wollte sich eine kleine Runde in Klagenfurt zum Schachspielen treffen, als sich auch ein 54-jähriger Bekannter dazusetzen wollte, eskalierte die Situation.
Die achtköpfige Gruppe wollte nämlich nicht, dass sich der 54-Jährige dazusetzt. Den österreichischen Staatsbürger mit Balkan-Wurzeln traf diese kleine Kränkung wohl heftiger, als man eigentlich meinen sollte.
Er setzte den Raum, in dem die Gruppe gerade am Spielen war, in Brand. Die Folgen waren schrecklich. Wie die "Krone" berichtet, seien die Opfer wie menschliche Fackeln aus dem brennenden Gebäude geflüchtet.
Die Personen erlitten teils lebensgefährliche Verletzungen. Dies schien den 54-Jährigen nicht zu beeindrucken. Eines der flüchtenden Opfer soll er dann auch noch tätlich angegriffen haben.
Dafür musste sich der Mann nun vor dem Klagenfurter Landesgericht verantworten. In zwei Verhandlungstagen galt es für die acht Geschworenen zu klären, ob es sich um Mordversuch samt Brandstiftung oder um ein minderschweres Delikt handelt.
Das Verhalten des Beschuldigten konnte sich nicht einmal der Gerichtspsychiater erklären. Demnach soll der Angeklagte angegeben haben, dass die Tat "nur aus Spaß" geschehen sei. Dies sah der Großteil der Geschworenen jedoch nicht so locker. Mit 6:2 Stimmen wurde der 54-Jährige – nicht rechtskräftig – zu 15 Jahren Haft verurteilt.