Es wird wieder laut: Die österreichischen Luftstreitkräfte starten von 8. bis 19. Juni ihr erstes Überschalltraining des Jahres. Geplant sind pro Tag zwei Flüge mit Überschallgeschwindigkeit, jeweils zwischen 8.00 und 16.00 Uhr.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont, dass das Training für die Piloten unverzichtbar sei: "Sie schaffen die Voraussetzung dafür, dass das Bundesheer die Sicherheit und Überwachung des österreichischen Luftraums jederzeit gewährleisten kann."
Geflogen wird über Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, die Steiermark, Niederösterreich und dem Burgenland – also fast über das gesamte Bundesgebiet. Nur über Tirol und Vorarlberg nicht. Die exakten Fluggebiete werden noch gemeinsam mit der zivilen Flugsicherung festgelegt, hieß es.
Während Ballungsräume rund um die Landeshauptstädte sowie die Bundeshauptstadt von Überschallflügen ausgenommen werden, können Flüge im Unterschallbereich jedoch jederzeit stattfinden. Nur an Wochenenden und Feiertagen sowie zwischen 12 und 13 Uhr wird nicht geflogen.
"Zur Reduzierung der bodennahen Schallausbreitung" will das Bundesheer die Beschleunigungsphasen der Eurofighter "so kurz wie möglich" halten. Zusätzlich werde die Schallverteilung laufend dokumentiert, um eine mehrfache Beschallung gleicher Gebiete auf ein Minimum zu reduzieren. Darüber hinaus sollen Überschallflüge in Höhen von mehr als 12.500 Metern erfolgen, wodurch die Auswirkungen eines möglichen Überschallknalls am Boden deutlich reduziert werden.
Die (Laut-)Stärke des Überschallknalles ist unter anderem abhängig von der Flughöhe, der Geländestruktur und der Wetterlage. Die Überschallgeschwindigkeit beginnt bei ca. 1.200 km/h. Nähert sich ein Eurofighter dieser Geschwindigkeit, kommt es zu Stoßwellen am Flugzeug. Diese Stoßwellen können am Boden als Überschallknall wahrgenommen werden.