Sie servieren Speisen und Getränke, beraten Gäste und behalten auch dann den Überblick, wenn das Lokal bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Kellner gehören zu den wichtigsten Mitarbeitern in der Gastronomie. Doch wie viel Geld gibt es für diese Arbeit? Aktuelle Zahlen zeigen, wie hoch das Gehalt im Gastgewerbe ausfällt und welchen Unterschied das Trinkgeld machen kann.
Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt von Kellnerinnen und Kellnern liegt in Österreich zwischen rund 25.500 und 30.000 Euro. Aufgeteilt auf 14 Monatsgehälter ergibt das ein monatliches Bruttogehalt von etwa 1.800 bis 2.150 Euro bei einer Vollzeitbeschäftigung mit 40 Wochenstunden. Das tatsächliche Einkommen hängt jedoch von Berufserfahrung, Bundesland, Betrieb und Kollektivvertrag ab.
Die Mindestgehälter im Hotel- und Gastgewerbe werden durch den Kollektivvertrag festgelegt. Je nach Bundesland und Einstufung liegen die kollektivvertraglichen Mindestentgelte für Servicekräfte derzeit meist zwischen rund 2.000 und 2.100 Euro brutto pro Monat.
Viele Betriebe bezahlen allerdings mehr als das kollektivvertragliche Minimum. Vor allem in stark nachgefragten Tourismusregionen oder gehobenen Restaurants können höhere Grundgehälter vereinbart werden, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu halten.
Wer mehrere Jahre Berufserfahrung sammelt oder zusätzliche Verantwortung übernimmt, kann sein Einkommen deutlich steigern. Als Restaurantleiter oder in vergleichbaren Führungsfunktionen sind Bruttojahresgehälter von 33.000 bis über 37.000 Euro möglich.
Auch die Arbeitszeiten spielen eine Rolle. Abend-, Wochenend- und Feiertagsdienste gehören in der Gastronomie zum Berufsalltag. Je nach Betrieb und Kollektivvertrag können dafür Zuschläge bezahlt werden.
Neben dem Grundgehalt spielt das Trinkgeld weiterhin eine zentrale Rolle. Es ist nach wie vor steuerfrei und kann das monatliche Einkommen deutlich erhöhen. Je nach Betrieb, Standort und Gästeaufkommen kommen oft mehrere Hundert Euro zusätzlich zusammen. In stark frequentierten Lokalen oder touristischen Regionen können es sogar bis zu rund 1.000 Euro pro Monat sein.
Seit 2026 gilt allerdings österreichweit eine einheitliche Sozialversicherungs-Trinkgeldpauschale. Das bedeutet, dass für die Sozialversicherung fixe Pauschalbeträge berücksichtigt werden – unabhängig davon, wie hoch das tatsächlich erhaltene Trinkgeld ausfällt. An der Steuerfreiheit des Trinkgelds ändert diese Regelung jedoch nichts.
Für Gastronomiebetriebe wurden zuletzt außerdem die Lohnnebenkosten gesenkt. Nach Einschätzung der Branche eröffnet das zusätzliche Spielräume, um Beschäftigten höhere Gehälter als den kollektivvertraglichen Mindestlohn zu bezahlen. Ob und in welchem Ausmaß diese Möglichkeiten genutzt werden, hängt allerdings vom jeweiligen Unternehmen ab.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Das Grundgehalt von Kellnern bewegt sich meist zwischen rund 1.800 und 2.150 Euro brutto pro Monat. Zusammen mit Trinkgeldern kann das tatsächliche Einkommen jedoch deutlich höher ausfallen – insbesondere in gut besuchten Restaurants, Hotels oder Tourismusbetrieben.