Ex-Chef legt sich quer

Küchenchefin ist Job los, muss um Tausende Euro kämpfen

Zuerst der Job weg und dann auch noch das: Eine Küchenchefin musste um Tausende Euro betteln. In ihrer Verzweiflung wandte sich die Frau an die AK.
Oberösterreich Heute
21.06.2026, 22:15
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Schlimmes Schicksal: Zweieinhalb Jahre war die Mühlviertlerin in ihrem Heimatbezirk Rohrbach in einem Restaurant beschäftigt. Dieses musste schließlich seinen Betrieb einstellen, weil der Pachtvertrag gekündigt worden war. Damit endete auch das Dienstverhältnis der Arbeitnehmerin.

Zusätzlich bitter: Obwohl die Frau mehrmals nachfragte, blieb ihr der ehemalige Chef stolze 8.265 Euro schuldig. Er vertröstete sie fast ein Jahr lang – das letzte Monatsgehalt, Sonderzahlungen und Urlaubsersatzleistungen blieben offen.

Ein Beratungsgespräch bei der Arbeiterkammer Oberösterreich brachte die erhoffte Wende: Experten forderten den früheren Lokalbetreiber auf, die Ansprüche unverzüglich zu begleichen. Das Schreiben zeigte Wirkung, die gesamte Summe wurde überwiesen.

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"Die Arbeiterkammer unterstützt die Beschäftigten dabei, zu ihrem Recht zu kommen und beispielsweise offenes Entgelt einzufordern", betont Präsident Andreas Stangl. Wichtig sei, sich umgehend an die AK zu wenden. Sonst könne wegen Verfallsfristen möglicherweise mehr das gesamte offene Entgelt eingebracht werden.

53.600 Euro für Vater

Anderer Fall: Ein junger Vater wollte nach der Karenz in Teilzeit zurückkehren. Sein Arbeitgeber blockte jedoch. Auch in diesem Fall schaltete sich die Arbeiterkammer ein.

Das Verfahren endete schließlich mit einem Vergleich: Das Arbeitsverhältnis wurde einvernehmlich beendet. Und der Betroffene erhielt eine freiwillige Abgangsentschädigung von mehr als 53.600 Euro brutto.

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