Die Entscheidung über die künftige ORF-Führung könnte deutlich früher fallen als bislang geplant. Innerhalb des Stiftungsrats gibt es Bestrebungen, den Wahltermin vorzuziehen.
Konkret wollen ÖVP-nahe Stiftungsräte die Kür des neuen Generaldirektors oder der neuen Generaldirektorin vom ursprünglich angesetzten 11. August auf den 11. Juni verlegen. Ein entsprechender Antrag soll am Donnerstag in der Sitzung des Gremiums eingebracht werden – "Newsflix" berichtete darüber bereits am Sonntag vorab.
Als Begründung wird die aktuelle Lage des öffentlich-rechtlichen Senders angeführt. "Die außergewöhnliche Situation, in der sich der ORF aktuell befindet, verlangt rasch Klarheit über die zukünftige Führung des Unternehmens", heißt es im Antrag. Eine Vorverlegung sei demnach "sinnvoll und im Interesse des Unternehmens".
Unterstützung kommt auch von FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler, der sich ebenfalls für eine Wahl bereits am 11. Juni ausgesprochen hat.
Neben dem Wahltermin thematisiert der Antrag auch die internen Regeln für Stiftungsräte. So soll überprüft werden, ob die bestehenden Vorgaben noch ausreichen. Wörtlich heißt es dazu: "Es soll evaluiert werden, ob die geltenden Bestimmungen in Bezug auf Unabhängigkeit, Vertraulichkeit und Effektivität ausreichen oder erweitert werden sollen".