Neue Aufregung rund um den ORF-Stiftungsrat: Der von den Freiheitlichen entsandte Peter Westenthaler erhebt am Donnerstag in einem Facebook-Posting schwere Vorwürfe gegen dessen Vorsitzenden Heinz Lederer.
Auslöser ist eine Stellungnahme Lederers zu Kritik an möglichen Interessens-Konflikten. Darin betont er: "Alle Beratungsleistungen im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als Unternehmer und nicht als Aufsichtsrat sind hinsichtlich der Vereinbarkeit mit meiner Funktion im ORF-Stiftungsrat geprüft und stehen in keinem Zusammenhang und schon gar nicht im Widerspruch zu den Interessen des ORF".
Westenthaler widerspricht dieser Darstellung auf Facebook nun deutlich. In seinem Posting listet er mehrere Beratungsmandate auf, die seiner Ansicht nach einen Bezug zum ORF haben. Dabei nennt er Tätigkeiten "beim Benko-Anwalt", "beim ÖSV (Ski-Verband)", "beim Bauunternehmer Rhomberg" sowie "bei der Produktionsfirma Interspot".
Der Ex-Politiker geht noch weiter und schreibt: "Ich habe nun recherchiert und bin zum Ergebnis gekommen, dass Lederer keines dieser Beratungsmandate im ORF gemeldet hat oder vom ORF geprüft worden sind. Lederer sagte schlicht öffentlich die Unwahrheit."
Aus seiner Sicht seien solche Tätigkeiten nicht mit der Funktion im Stiftungsrat vereinbar. Er hält fest: "Natürlich sind alle Beratungsmandate mit Geschäftspartnern des ORF unvereinbar mit einer Tätigkeit im ORF-Stiftungsrat."
Abschließend fordert Westenthaler klare Konsequenzen: "Ich fordere Herrn Lederer auf, alle Beraterverträge sofort offenzulegen und als ORF-Stiftungsrat auszuscheiden."