Saug- und Wischroboter sollen die Bodenreinigung erleichtern und dabei Zeit sparen. Die Auswahl der Modelle ist groß. Und: Wie die Erhebung der Zeitschrift "Konsument" zeigt, steigt die Qualität nicht automatisch mit dem Preis.
Die Details: Die getesteten Geräte kosteten zwischen 261 Euro und 1.285 Euro. Fast alle 13 Geräte wurden mit gut bewertet, zwei mit durchschnittlich. Das beste Preis-Leistungsverhältnis bot der Xiaomi S20+ zum Preis von 261 Euro, berichtet die OÖ-Arbeiterkammer.
Die Prüfer warnen: "Kunden, die sich durch die Verwendung saubere Böden ohne viel Aufwand erwarten, werden vielfach enttäuscht." Denn viele der Produkte weisen Schwächen auf. So ist etwa in Ecken, bei Kanten und schwer zugänglichen Stellen eine gründliche Reinigung oft nicht möglich und ein zusätzliches Nacharbeiten erforderlich.
Roboter kommen grundsätzlich auf Hartböden besser zurecht als auf Teppichen. Für ein gutes Ergebnis müssen Hindernisse, etwa Sessel, Spielzeug oder Kabel, zuvor händisch entfernt werden.
Bei der Wischfunktion ziehen die einfachen Modelle ein auf der Unterseite befestigtes, abnehmbares Mopptuch über den Boden. Dieses muss vor Gebrauch per Hand oder über einen mit Wasser und Reinigungsmittel befüllten Tank am Sauger angefeuchtet werden.
Bei besser ausgestatteten Geräten ist der Mopp nicht statisch, sondern vibriert oder rotiert. Bei einigen Topmodellen übernimmt die Ladestation das Ausspülen und Trocknen des Tuchs, das Befüllen und Entleeren der Frisch- und Abwassertanks und das Hinzufügen von Reinigungsmittel. Dieser Luxus bedeutet aber eine große und sperrige Ladestation.
Funktionen wie App-Steuerung, Zeitpläne oder automatische Raumerkennung sind weit verbreitet. Einfache Geräte fahren zufällig umher, während vernetzte Saug- und Wischroboter mit Sensoren Räume erkennen, Karten erstellen und Hindernisse oder Stiegen erkennen. Man kann virtuelle Barrieren einrichten, um den Roboter von bestimmten Bereichen fernzuhalten.
Wichtig zu wissen: Vor einer Anschaffung sollte man darauf achten, ob der Akku getauscht werden kann und Verschleißteile vom Kunden gewechselt werden können. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen spielt auch im Sinne der Nachhaltigkeit eine Rolle. Diese wird von den Herstellern zwischen zwei und 15 Jahren angegeben.
Fazit der Tester: Die getesteten Geräte eignen sich als Zusatzgeräte im Haushalt und stellen keinen Ersatz für den herkömmlichen Staubsauger oder das bisher gewohnte Aufwischen dar.
Alle Ergebnisse findet man hier.