Es waren heftige Vorwürfe, die der russische Veteran Alexander Lunin (39) gegen die eigene Armeeführung erhob. Der hochdekorierte Ex-Soldat sprach in einem Instagramvideo (über 14,6 Millionen Aufrufe) schweren Missständen in der Armee von Kreml-Chef Wladimir Putin.
So sagte Lunin, dass Soldaten, die sich weigern würden, "selbstmörderische Befehle" auszuführen oder Geld an Vorgesetzte zu zahlen, in Gruben festgehalten, gefoltert oder gar getötet werden.
Darüber hinaus richtet Lunin eine deutliche Drohung an den Kreml. Sollte ihm nicht bald eine persönliche, live im Fernsehen übertragene Audienz bei Präsident Putin gewährt werden, werde die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten.
Die Abrechnung des Armee-Rebellen erreichte schlussendlich auch die Führung in Moskau und hatte nun offenbar folgenschwere Konsequenzen. Laut einem Bericht der "Bild" habe es an der Adresse des Ex-Soldaten in der Region Woronesch eine nächtliche Razzia gegeben. Des Weiteren wurde der ehemalige Frontkämpfer für elf Tage in Ordnungshaft genommen.
In seinem viralen Video legte Lunin für seine Anschuldigungen keine Beweise vor. Auch Namen mutmaßlicher Opfer oder Täter erwähnte der 39-Jährige nicht. Klar ist nur, dass ihm seine Ansage nun auf die Füße gefallen sein dürfte.