Erneute Spannungen um die Straße von Hormus: Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat davor gewarnt, die Kontrolle seines Landes über die für den Welthandel wichtige Meerenge infrage zu stellen.
"Keine andere Institution oder kein anderes Land" außer dem Iran sei für die Verwaltung der Handelsroute zuständig, sagte Araghtschi am Sonntag bei einem Besuch in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Innerhalb der nächsten 30 Tage soll sie vollständig unter die Verwaltung der Mullahs gestellt werden.
"Jeder Versuch, neue oder gesonderte Regelungen zu treffen", werde "nur zu komplizierteren Situationen und Verzögerungen bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus führen und die Spannungen verschärfen, wie wir in den vergangenen beiden Nächten gesehen haben", fuhr der iranische Außenminister fort.
Die USA und der Iran hatten sich am Samstag und am Sonntag gegenseitig militärisch angegriffen und der jeweils anderen Seite vorgeworfen, gegen die offiziell geltende Waffenruhe verstoßen zu haben.
Araghtschi sagte, es dürfe nicht zugelassen werden, dass das Mitte Juni zwischen Teheran und Washington vereinbarte Rahmenabkommen von seinem Kurs abweiche. Darin verpflichteten sich die USA und der Iran, nicht militärisch gegeneinander vorzugehen. Zudem sagte der Iran zu, Handelsschiffen für zunächst 60 Tage eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen. Innerhalb der 60 Tage soll ein detailliertes und dauerhaftes Abkommen zur Beilegung des Iran-Kriegs ausgehandelt werden.