Die Hitzewelle hat massive Folgen für den öffentlichen Verkehr in Deutschland. In Leipzig fahren bis Montag um 3.30 Uhr keine Straßenbahnen mehr. Nach Angaben der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben die hohen Temperaturen Schäden an der Infrastruktur verursacht.
Die Hitze ließ die Fugenmasse zwischen Gleisen und Asphalt bzw. Beton schmelzen. Das Material floss in Schienen und Weichen und verhärtete dort. Auch die Drehgestelle und Radkästen der Straßenbahnen sind nun zu einem Großteil mit Fugenmasse verklebt und müssen aufwändig gereinigt werden. Ein sicherer Betrieb sei deshalb derzeit nicht möglich. Der Busverkehr läuft hingegen weiter.
Doch Leipzig ist nicht die einzige Stadt mit Problemen. Auch in Nürnberg wurde der gesamte Straßenbahnbetrieb eingestellt. Dort führten Hitzeschäden an den Straßen dazu, dass die Verkehrsbetriebe alle Straßenbahnen aus dem Verkehr ziehen mussten. Bis einschließlich Sonntag übernehmen Ersatzbusse den Verkehr, die Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs ist ebenfalls für Montag vorgesehen.
Die außergewöhnliche Hitzewelle setzt derzeit die Infrastruktur in mehreren Regionen unter Druck. Experten rechnen damit, dass extreme Temperaturen künftig häufiger zu Schäden an Straßen, Schienen und anderen Verkehrswegen führen könnten.