König Charles war quicklebendig in Nordirland unterwegs – im britischen Radio wurde währenddessen bereits sein Tod verkündet. Jetzt ist klar, wie es zu der kuriosen Panne beim Sender Radio Caroline kommen konnte. Die Medienaufsicht Ofcom hat den Vorfall untersucht und den Sender gerügt.
Passiert war das Ganze bereits am 19. Mai. Ein Mitarbeiter führte Wartungsarbeiten an einem Studio-Computer durch und entdeckte dabei drei vorbereitete Audio-Dateien für den Fall des Todes von König Charles. Obwohl für diese Aufnahmen strenge Regeln gelten, siegte offenbar die Neugier.
Der Mitarbeiter spielte die Dateien ab – ohne zu wissen, dass sie gerade live über den Sender gingen. Plötzlich hörten die Radio-Hörer, dass Charles gestorben sei. Sogar die britische Nationalhymne wurde gespielt.
Als der Mitarbeiter bemerkte, was er angerichtet hatte, wurde es endgültig kurios. Er stoppte zwar die Wiedergabe, geriet laut Sender anschließend jedoch in Panik – und verließ einfach das Gebäude.
Für die Hörer folgte deshalb das nächste Rätsel: Auf die vermeintliche Todesmeldung und die Nationalhymne folgten rund 16 Minuten Stille. Erst knapp eine halbe Stunde nach der Falschmeldung wurde im Programm klargestellt, dass Charles keineswegs gestorben war.
Genau das war Ofcom zu wenig. Die Behörde wertete die falsche Todesmeldung als besonders schwerwiegenden Fehler und kritisierte auch, dass die Korrektur nicht schnell genug erfolgte.
Radio Caroline hat mittlerweile Konsequenzen gezogen. Der Mitarbeiter wurde gerügt und entschuldigte sich. Die heiklen Dateien wurden außerdem vom Studio-Computer entfernt.
Vermutlich besser so. König Charles dürfte seine Todesmeldung künftig dann doch lieber selbst dem Palast überlassen.