Es geht um sein Begräbnis

"Schande für Krone" – Epstein-Opfer wüten gegen Andrew

Die möglichen Begräbnis-Pläne für Andrew Mountbatten-Windsor sorgen für heftige Reaktionen.
Heute Entertainment
10.08.2026, 07:41
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Der Bericht über ein mögliches zeremonielles Begräbnis für Andrew Mountbatten-Windsor schlägt hohe Wellen. Obwohl der 66-Jährige nach dem Skandal um seine Verbindung zu Jeffrey Epstein seine royalen Titel und Aufgaben verlor, soll er weiterhin auf einer geheimen Regierungsliste für hochrangige Begräbnisse stehen.

Vor allem Vertreter von Epstein-Opfern reagieren empört.

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US-Anwältin Gloria Allred, die 27 Opfer des verurteilten Sexualstraftäters vertreten hat, findet deutliche Worte. Andrew habe durch seine Verbindung zu Epstein "Schande über die königliche Familie und Großbritannien gebracht".

Allred stellt deshalb infrage, warum ihm unter diesen Umständen überhaupt die Ehre eines royalen Begräbnisses zuteilwerden sollte.

"Welche Botschaft würde eine solche Zeremonie an Epsteins Opfer senden?", fragt die Anwältin. Gleichzeitig kritisiert sie die Möglichkeit, dass am Ende britische Steuerzahler für Kosten aufkommen könnten.

Palast schweigt zu den Plänen

Auch Spencer Kuvin, der neun Epstein-Opfer vertreten hat, fordert eine klare Trennung zwischen Andrew und der öffentlichen Hand.

"Steuerzahler sollten niemals die Beerdigung einer Privatperson finanzieren", erklärt der US-Anwalt. Öffentliche Gelder dürften Andrew auch nach seinem Tod nicht zugutekommen.

Sein Urteil über die angeblichen Pläne fällt vernichtend aus: "Es ist eine Schande für die Krone."

Unterstützung bekommen die Opfervertreter aus der britischen Politik. Die konservative Abgeordnete Alicia Kearns sieht "keine Umstände", unter denen Andrew ein royales Begräbnis erhalten sollte. Sämtliche entsprechenden Pläne müssten ihrer Ansicht nach umgehend gestrichen werden.

Auch Tory-Abgeordneter Joe Robertson fordert, dass öffentliche Gelder nicht für Andrews Beerdigung verwendet werden. Er habe seine Titel und öffentlich finanzierten Funktionen schließlich aus einem Grund verloren.

Wie ein mögliches Begräbnis tatsächlich finanziert würde, ist derzeit nicht bekannt. Die geheimen sogenannten "Bridge"-Pläne werden von der britischen Regierung langfristig vorbereitet und regelmäßig überarbeitet.

Der Buckingham Palace und das Cabinet Office lehnten eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Damit bleibt vorerst offen, wie viel königlicher Glanz Andrew eines Tages tatsächlich noch zugestanden wird. Fest steht schon jetzt: Allein die Möglichkeit eines großen royalen Abschieds sorgt für heftigen Widerstand.

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