Sein Name ist Millionen Menschen ein Begriff. Doch John Frieda war weit mehr als nur der Mann hinter einer bekannten Shampoo-Marke.
Der gebürtige Brite zählte jahrzehntelang zu den gefragtesten Friseuren der Welt. Auf seinem Stuhl nahmen Hollywood-Stars, Supermodels und sogar Mitglieder der Königsfamilie Platz.
Jetzt ist der erfolgreiche Unternehmer im Alter von 75 Jahren verstorben.
Bekannt gegeben wurde die traurige Nachricht am Dienstagabend auf dem offiziellen Instagram-Account seines Salons.
"Schweren Herzens teilen wir mit, dass unser lieber John friedlich im Kreise seiner Familie verstorben ist", heißt es dort.
Seine Mitarbeiter erinnern sich an einen Mann, der nicht nur ihr Chef, sondern auch ein großes Vorbild gewesen sei: "Er war mehr als nur ein Mentor für uns. Er war eine wahre Ikone der Friseurbranche."
Auch Friedas Stieftochter Asia Agnelli Lagrange meldet sich mit bewegenden Worten zu Wort: "Heute haben wir den besten Mann verloren, den es je gab", schreibt sie zu gemeinsamen Erinnerungsfotos.
Eine genaue Todesursache wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
John Frieda wurde 1951 als Alan Howard Frieda geboren. Sein Vater betrieb einen Friseursalon, sein Großvater war ebenfalls Barbier.
Schon als Teenager begann er seine Karriere in London.
Dort machte er sich rasch einen Namen und arbeitete schließlich mit einigen der berühmtesten Persönlichkeiten der Welt zusammen.
Zu seinen Kundinnen gehörten unter anderem Prinzessin Diana, Madonna, Nicole Kidman, Twiggy und Jackie Kennedy Onassis. Auch für renommierte Modemagazine wie "Vogue" und "Harper's Bazaar" war er tätig.
Einen seiner größten frühen Erfolge feierte Frieda 1976, als er den berühmten "Purdey"-Haarschnitt für Schauspielerin Joanna Lumley kreierte.
Die markante Kurzhaarfrisur wurde zum Trend.
Doch Frieda wollte mehr, als nur prominenten Kundinnen die Haare zu schneiden. Gemeinsam mit der Unternehmerin Gail Federici entwickelte er eine eigene Haarpflegelinie. 1988 kam die Produktserie "Frizz Ease" auf den Markt. Später folgte unter anderem "Sheer Blonde".
Die Produkte wurden international erfolgreich und machten den Namen John Frieda auch außerhalb der Promiwelt bekannt.
2002 verkaufte er sein Haarpflegeunternehmen an den japanischen Konzern Kao. Der Kaufpreis soll bei rund 450 Millionen US-Dollar gelegen haben. Seine Friseursalons in London, New York und Los Angeles behielt er allerdings.
Nicht nur beruflich bewegte sich Frieda in prominenten Kreisen.
1976 heiratete er die schottische Sängerin Lulu. Bei der Hochzeit waren unter anderem Elton John und Ringo Starr dabei. Aus der Ehe ging Sohn Jordan hervor. 1992 ließen sich die beiden scheiden. Später fand Frieda erneut die Liebe. 2019 heiratete er Frances Avery Agnelli, die er bereits Jahre zuvor kennengelernt hatte.
Der Unternehmer hinterlässt seine Ehefrau, vier Kinder und zwei Enkelkinder.
Nach Bekanntwerden seines Todes melden sich zahlreiche Wegbegleiter zu Wort. Cetera Lamb, Kreativdirektorin seines Londoner Salons, bezeichnet Frieda als eine echte Legende der Friseurbranche.
Über 50 Jahre lang habe er den Salon mit Kreativität, Leidenschaft und außergewöhnlichem Talent geprägt.