KsFreak war ganz oben

Er war Millionär – Austro-Influencer kündigt seinen Job

Der österreichische Influencer KsFreak wagt nach finanziell schwierigen Jahren einen radikalen Neustart.
04.11.2026, 16:20
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Er gehörte einst zu den größten YouTube-Stars im deutschsprachigen Raum. Millionen Menschen verfolgten die Videos von Marcel Dähne (33), besser bekannt als KsFreakWhatElse.

Doch dann folgte der tiefe Absturz.

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Der österreichische Influencer, der zwischenzeitlich nach eigenen Angaben sogar Millionär gewesen war, geriet in massive finanzielle Schwierigkeiten. Steuerschulden und weitere Probleme führten schließlich zur Insolvenz.

Statt weiter auf das unsichere Influencer-Geschäft zu setzen, begann er ein neues Leben als Angestellter. Bei Bofrost arbeitete der ehemalige Internetstar als Lieferant – mit geregelten Arbeitszeiten und einem festen Gehalt.

Doch damit soll jetzt Schluss sein.

"Ich habe gekündigt"

In einem neuen YouTube-Video verkündet KsFreak seine überraschende Entscheidung: "Ich habe gekündigt, aber es gibt ein großes Aber", erklärt der 33-Jährige.

Ganz sofort verabschiedet er sich allerdings noch nicht von seinem Arbeitgeber.

"Die nächsten zwei Monate werde ich noch Vollzeit arbeiten. November, Dezember werde ich noch durcharbeiten. Und ab 1. Januar bin ich dann quasi freigestellt und wieder 100 Prozent selbstständig."

Damit will KsFreak ab 2027 wieder vollständig von seinen Aktivitäten auf YouTube, Twitch und anderen Plattformen leben. Eine durchaus mutige Entscheidung, schließlich hatte er noch vor wenigen Monaten erklärt, dass er für seine Familie auf ein sicheres Einkommen setzen wolle.

15.000 Euro als Neustart-Polster

Doch wie will sich der Influencer diesen Schritt leisten? Auch darüber spricht er ungewöhnlich offen.

Durch mehrere ausstehende Gehälter, eine Weihnachtsprovision, eine Rückzahlung vom Finanzamt und Werbekooperationen habe er sich ein finanzielles Polster aufgebaut. Unter anderem berichtet KsFreak von einem Deal rund um das Videospiel "Call of Duty".

Insgesamt rechnet er nach eigenen Angaben mit rund 15.000 Euro, die ihm für seinen Neustart zur Verfügung stehen sollen.

"Dann haben wir drei, vier Monate genug Luft, um wieder Content zu produzieren", erklärt er.

Die Summe ist damit kein bestätigter aktueller Kontostand, sondern seine eigene Kalkulation für die kommenden Monate.

MontanaBlack glaubt an ihn

Während manche Zuschauer Zweifel an der Entscheidung äußern, bekommt der Österreicher Unterstützung von einem der größten deutschen Twitch-Stars: MontanaBlack stellt sich öffentlich hinter KsFreak.

Der Streamer verteidigt dessen Entschluss, wieder vollständig auf Social Media zu setzen, und widerspricht Kritikern, die ein erneutes Scheitern befürchten.

Für KsFreak dürfte diese Rückendeckung besonders wertvoll sein. Schließlich weiß MontanaBlack selbst, wie schwierig der Weg zu einer erfolgreichen Karriere im Internet sein kann.

Gelingt ihm das große Comeback?

Die kommenden Monate werden zeigen, ob KsFreak an seine früheren Erfolge anknüpfen kann.

Sein YouTube-Kanal zählt noch immer Millionen Abonnenten. Allerdings bedeutet eine große Zahl an Abonnenten nicht automatisch, dass sich damit dauerhaft genügend Geld verdienen lässt.

Der 33-Jährige scheint sich dieses Risikos bewusst zu sein. Immerhin betont er, dass er notfalls wieder in seinen bisherigen Beruf zurückkehren könne.

Ab dem 1. Jänner 2027 soll sein Fokus aber ganz auf der Influencer-Karriere liegen.

red, 04.11.2026, 16:20