Ungelöster Kriminalfall

Er lag tot in Schottergrube – nun wird neu ermittelt

Fast zwei Jahre nach dem Fund von Radek B. in einer Schottergrube in Schönkirchen-Reyersdorf greift "NÖ heute" den ungelösten Fall erneut auf.
André Wilding
26.02.2026, 15:28
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Der Fund erschütterte im Frühjahr 2023 das Weinviertel. Am 30. März wurde auf einem Betriebsgelände in Schönkirchen-Reyersdorf die Leiche eines zunächst unbekannten Mannes entdeckt. Später stand fest: Es handelt sich um den 39-jährigen Radek B., der bereits am 10. Jänner 2023 in Tschechien als vermisst gemeldet worden war.

Erst durch die Zusammenarbeit mit tschechischen Behörden konnte die Identität des Mannes geklärt werden. Radek B. war 39 Jahre alt, etwa 185 Zentimeter groß, rund 90 Kilo schwer und hatte einen kräftigen, muskulösen Körperbau.

Die Umstände des Auffindens warfen früh Fragen auf. Laut Landespolizeidirektion ergab das gerichtsmedizinische Gutachten, dass aufgrund der bedenklichen Auffindungssituation - der Mann war nur spärlich bekleidet und hatte keine persönlichen Gegenstände bei sich - "von einer postmortalen Verbringung und Ablage der Leiche" in Schönkirchen-Reyersdorf auszugehen sei. Details zur Todesursache wurden aus kriminaltaktischen Gründen nicht veröffentlicht.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

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Ermittlungen führten über mehrere Länder

Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte Radek B. am 6. Jänner mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Tschechien über die Slowakei nach Österreich gereist sein, vermutlich mit dem Zug. Am Nachmittag hielt er sich im Raum Marchegg auf, am Abend im Bereich der Stadt Gänserndorf. Trotz umfangreicher nationaler und internationaler Ermittlungen blieb die Aufklärung bisher aus. Auch ein medialer Zeugenaufruf im Dezember 2023 brachte keine neuen Hinweise.

Nun startet der ORF einen weiteren Anlauf. Ab Montag, 23. Februar, jeweils um 19 Uhr, widmet sich "NÖ heute" in einer neuen Reihe ungelösten Kriminalfällen. Auch der Tod von Radek B. wird darin thematisiert. Ziel ist es, Menschen zu erreichen, die womöglich Beobachtungen gemacht haben, sich bisher aber nicht bei der Polizei gemeldet haben.

"Die visuelle Aufbereitung im Fernsehen unterstützt dabei, auch länger zurückliegende Tathandlungen und damit mögliche sachdienliche Beobachtungen wieder ins Gedächtnis der Öffentlichkeit zu rufen", sagt Stefan Pfandler, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich.

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