Österreicher im Clinch

"Er liegt falsch" – Wolff teilt gegen Marko aus

Toto Wolff widerspricht Helmut Marko. Dieser attestierte George Russell, dass er kein Nummer-1-Fahrer sei.
29.10.2026, 08:33
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Harte Worte von Helmut Marko! Der ehemalige Red-Bull-Motorsportkonsulent glaubt nicht mehr daran, dass Mercedes-Pilot George Russell jemals Formel-1-Weltmeister wird. Sein Landsmann Toto Wolff sieht das allerdings völlig anders und verteidigt seinen Schützling.

Dabei galt Russell vor Saisonbeginn noch als großer Favorit auf den WM-Titel. Nach seinem Auftaktsieg in Melbourne schien der Brite auf dem besten Weg zur ersten Weltmeisterschaft zu sein. Doch fünf Rennen vor Saisonende sieht die Situation völlig anders aus.

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Russell liegt mittlerweile 123 Punkte hinter seinem Teamkollegen Kimi Antonelli, dem nur noch zwei Zähler zum Titelgewinn fehlen.

Für Marko ist der Saisonverlauf ein schwerer Schlag für den Briten. "Das ist mental sicher ein Wahnsinns-Rückschlag", erklärte der Österreicher gegenüber Sky und RTL.

Besonders deutlich wurde der 83-Jährige bei der Rollenverteilung innerhalb des Teams. "Russell ist nicht mehr Nummer-1-Fahrer. Diesen Rang hat ihm Antonelli ganz klar abgenommen."

Zwar gehöre Russell weiterhin zu den besten Piloten im Feld, seine Zukunftsaussichten sieht Marko aber skeptisch. "Ob es noch einmal eine WM-Chance für ihn geben wird oder dass er irgendwo einen Nummer-1-Status bekommt, möchte ich bezweifeln."

Diese Aussagen wollte Mercedes-Teamchef Toto Wolff nicht unkommentiert lassen. "Er ist mein österreichischer 'Nicht-so-Kumpel', aber ich respektiere seine Meinung", scherzte der Wiener über Marko.

Anschließend widersprach er seinem Landsmann deutlich: "Aber ich glaube, was George angeht, liegt er falsch. George hat das nötige Talent. Ich glaube nur, dass das Auto nicht zu ihm passt."

Laut Wolff liegt Russells Problem vor allem am Mercedes W17, dessen Charakteristik deutlich besser zum Fahrstil von Antonelli passt. Während der Italiener mit dem Boliden bestens zurechtkommt, kämpft Russell immer wieder mit der Abstimmung.

"Wenn wir das Auto so einstellen, wie es ihm liegt, ist er unglaublich schnell. Sobald es jedoch aus diesem Leistungsbereich herausfällt, tut er sich schwer", erklärte Wolff und nahm sein Team in die Pflicht.

Wie groß die Unterschiede derzeit sind, zeigte sich zuletzt beim Grand Prix in Austin. Im Qualifying fehlten Russell 0,441 Sekunden auf Antonelli, im Rennen kam er sogar 54 Sekunden hinter seinem siegreichen Teamkollegen ins Ziel.

Für Wolff ist dennoch klar, dass Russell weiterhin das Zeug zum Weltmeister hat. "Ich glaube, dass George in einer neuen Saison – wenn wir ihm ein schnelles Auto zur Verfügung stellen – absolut das Zeug dazu hat, eine Meisterschaft zu gewinnen."

Russell selbst sieht die Schwierigkeiten ebenfalls in der Charakteristik des Autos. Die Kombination aus Reifen, Antrieb und Fahrzeug passe perfekt zu Antonellis Fahrstil. Er selbst müsse sich hingegen erst daran anpassen.

red, 29.10.2026, 08:33
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