Klare Ansage von Max Verstappen (29)! Am Rande des Formel-1-Wochenendes in Austin rechnet der viermalige Weltmeister mit Hasskommentaren im Internet ab. Der Red-Bull-Star nimmt dabei vor allem seinen jungen GT3-Teamkollegen Chris Lulham (23) in Schutz.
Auslöser ist ein Zwischenfall beim GT-World-Challenge-Rennen in Portimao. Verstappen teilte sich dort einen Mercedes-AMG GT3 mit Lulham und Ben Barnicoat – er musste vor dem USA-Grand-Prix in der Formel 1 aufgrund einer Terminkollision bei seinem Team aushelfen. Nach einem Überholmanöver des Briten kassierte das Team eine Durchfahrtsstrafe und landete schließlich nur auf Platz neun.
Anschließend wurde Lulham in den sozialen Netzwerken massiv angefeindet. Verstappen hatte seinen Teamkollegen bereits nach dem Rennen verteidigt. In Austin legt der Niederländer nun nach und kritisiert auch die Plattformbetreiber: "Dort kann man unzählige Troll-Accounts erstellen, ohne dass echte Namen oder Adressen dahinterstehen."
Wenn er selbst beleidigt werde, sei ihm das egal. "Die Leute können online sagen, was sie wollen. Mich persönlich interessiert das nicht. Wenn es gegen mich gerichtet ist, können die mich alle mal", zitierte "F1 Insider" den Niederländer.
Bei jungen Fahrern hört für Verstappen der Spaß allerdings auf. "Wenn es einen meiner Fahrer trifft, der noch jung ist und diesen Druck und diese Aufmerksamkeit nicht gewohnt ist, und die Leute anfangen, solche Dinge zu schreiben, dann ist das ziemlich extrem", erklärt der Red-Bull-Pilot.
Nach dem Rennen suchte Verstappen persönlich das Gespräch mit Lulham und riet ihm, die Kommentare möglichst nicht zu lesen. Auch den Fahrfehler nimmt er dem Briten nicht übel: "Er lernt noch. Wir alle lernen. Wir alle machen Fehler." Für Verstappen steht fest: "Es gibt keinen Grund, deswegen irgendeinen Hass gegen ihn zu richten."