Kimi Antonelli steht unmittelbar vor der Krönung zum Formel-1-Weltmeister. Der Italiener reist mit einem gewaltigen Vorsprung zum Grand Prix von Mexiko und könnte sich bereits vier Rennen vor Saisonende den Titel sichern – und würde damit zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte aufsteigen. Für den 20-Jährigen scheint das in seiner aktuellen Verfassung nur Formsache zu sein: Denn dem Italiener fehlen lediglich zwei Punkte.
Nach dem Rennen in den USA führt Antonelli die WM-Wertung mit 365 Punkten souverän an. Sein Mercedes-Teamkollege George Russell liegt mit 242 Zählern bereits 123 Punkte zurück. Ferrari-Star Lewis Hamilton folgt mit 241 Punkten auf Rang drei. Für Max Verstappen, Charles Leclerc und Lando Norris ist der Titelkampf hingegen bereits rechnerisch vorbei.
Die Ausgangslage könnte für den Mercedes-Jungstar kaum besser sein. Nach dem Rennen in Mexiko stehen nur noch die Grands Prix in Brasilien, Las Vegas, Katar und Abu Dhabi auf dem Programm. Maximal 100 Punkte sind danach noch zu holen.
Die Szenarien:
– Platz neun oder besser: Antonelli ist Weltmeister
– Platz zehn: Antonelli wird Weltmeister, sofern Russell nicht gewinnt
– Platz elf, oder schlechter: Antonelli wird Weltmeister, sofern weder Russell noch Hamilton das Rennen gewinnt
Antonelli muss seinen Vorsprung also lediglich auf mindestens 100 Zähler halten. Weil er bei einem möglichen Punktegleichstand aufgrund seiner höheren Anzahl an Saisonsiegen die Nase vorne hätte, genügt ihm bereits Platz neun – für den es die nötigen zwei Punkte gibt. Selbst wenn Russell in Mexiko gewinnen sollte, wäre der Titel Antonelli mit zwei zusätzlichen WM-Punkten nicht mehr zu nehmen.
Besonders kurios: Antonelli könnte sich die WM-Krone sogar sichern, ohne in Mexiko einen einzigen Punkt zu holen. Die Voraussetzung dafür ist, dass weder Russell noch Hamilton das Rennen gewinnt. Selbst mit einem zweiten Platz könnten die beiden Verfolger den Rückstand nicht mehr ausreichend verkürzen.
Sollte Antonelli hingegen leer ausgehen und einer seiner beiden Rivalen gewinnen, müsste die Entscheidung zumindest bis zum nächsten Rennen in Brasilien warten.