Ex-Red-Bull-Teamchef

Horner fordert jetzt die Fan-Revolution in der Formel 1

Christian Horner will das Formel-1-Erlebnis revolutionieren. Der ehemalige Red-Bull-Teamchef will Fans künftig virtuell an der Boxenmauer setzen.
27.10.2026, 08:58
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Ungewöhnlicher Vorschlag von Christian Horner! Der langjährige Red-Bull-Teamchef will den Formel-1-Fans einen völlig neuen Blick auf die Rennen ermöglichen. Zuschauer sollen künftig virtuell bei ihrem Lieblingsteam Platz nehmen und hautnah verfolgen können, wie die Strategen ihre Entscheidungen treffen.

Auf einer Motorsport-Konferenz in New York erklärt der Brite, wie sehr sich sein Blick auf die Königsklasse seit seinem Red-Bull-Abschied im Juli 2025 verändert hat. Nach rund 25 Jahren an der Boxenmauer verfolgte er die Rennen plötzlich wie ein gewöhnlicher Fan. Dabei bemerkte er, wie viele Informationen dem Fernsehpublikum verborgen bleiben.

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"Es ist erstaunlich, wie viel mehr an Informationen über die Konkurrenz, Strategien, den Rennverlauf und die Kommunikation verfügbar wäre", erklärt Horner. Seine Idee: Fans könnten sich interaktiv einem Rennstall anschließen und miterleben, welche Überlegungen hinter Boxenstopps und anderen taktischen Entscheidungen stecken.

Allerdings kennt Horner auch die Schattenseite seines Vorschlags. Die Teams hüten ihre Daten und Strategien wie Staatsgeheimnisse. "Als Team hätte ich dagegen argumentiert, weil man diese Informationen nicht preisgeben möchte", räumt der frühere Red-Bull-Boss ein. Schließlich könnten auch die Konkurrenten von solchen Einblicken profitieren.

Trotzdem ist Horner überzeugt, dass sich die Formel 1 weiter öffnen muss. Durch die Netflix-Serie "Drive to Survive" habe der Sport zahlreiche neue Fans gewonnen. Um diese langfristig zu begeistern, müsse die Königsklasse immer neue Wege finden. "Sie darf nicht stagnieren", fordert der 52-Jährige. Ob seine virtuelle Boxenmauer jemals Wirklichkeit wird, ist allerdings offen.

red, 27.10.2026, 08:58
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