Der ehemalige "Top Gear"-Moderator Jeremy Clarkson sorgt beim Großen Preis der USA in Austin mit einem fragwürdigen Witz über Alpine-Pilot Franco Colapinto für Aufregung. Der Argentinier reagiert nach dem Rennen allerdings überraschend gelassen.
Clarkson war als Gast des Alpine-Teams in Austin und sorgte mit einer Aussage gegenüber "Sky" für Empörung. "Franco hat eine Startplatzstrafe bekommen, weil er Argentinier ist. Wahrscheinlich. Nun, ich würde ihm jedenfalls eine dafür geben", erklärte der Brite.
Damit spielte der 66-Jährige auf einen Vorfall aus dem Jahr 2014 an. Damals mussten die Dreharbeiten zu einem "Top Gear"-Special in Argentinien nach einem Streit um ein umstrittenes Nummernschild abgebrochen werden.
Colapinto selbst wollte die Aussagen nicht überbewerten. "Ich glaube, er macht schon immer solche Witze. Ich kenne ihn nicht wirklich, aber man hat es mir erzählt", erklärte der Alpine-Pilot nach dem Rennen. Gleichzeitig betonte er, dass Clarksons Äußerungen nichts mit seinem Rennstall zu tun hätten.
Deutlich schärfer reagierte hingegen Colapintos Manager Jamie Campbell-Walter. "Jeremy Clarksons Äußerungen über Francos Nationalität waren völlig inakzeptabel. Für solche Bemerkungen ist in der Formel 1 kein Platz, unabhängig davon, wer sie macht oder ob sie als Scherz gemeint sind", schrieb er auf X.
Auch Alpine distanzierte sich von den Aussagen seines Gastes und stellte klar: "Franco ist unser Fahrer und hat unsere volle Unterstützung."
Sportlich verlief das Wochenende für Colapinto ebenfalls enttäuschend. Nach einer Kollision mit Racing-Bulls-Pilot Arvid Lindblad in der 25. Runde musste der Argentinier seinen beschädigten Boliden abstellen.
Es war bereits sein dritter Ausfall in den vergangenen vier Rennen. Beim kommenden Grand Prix in Mexiko will der Alpine-Pilot nun wieder zurück in die Erfolgsspur finden.