Es war ein schreckliches Gewaltverbrechen welches sich in der Nacht auf den 22. April im südoststeirischen St. Peter am Ottersbach abspielte. Damals drang ein 17-jähriger Fleischerlehrling in das Haus eines älteren Ehepaars ein und überraschte dieses im Schlaf.
Bei der darauffolgenden Messerattacke kam ein Pensionist (84) ums Leben, auch die Ehefrau (80) des Mannes soll der 17-Jährige angegriffen haben. Danach hatte der Jugendliche selbst die Polizei verständigt und sich widerstandslos festnehmen lassen. Den Hammer, den er für den Einbruch genutzt haben soll, hatte der junge Mann weggeworfen, das Messer wurde sichergestellt.
Als Motiv gab der 17-Jährige "Mordlust" an. Seine Opfer habe er nicht persönlich gekannt. Dennoch hatte der Jugendliche es bewusst auf das ältere Ehepaar abgesehen, weil er sich von ihnen wenig Gegenwehr erwartet hatte.
Nun soll es bald zum Prozess kommen. Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, wird dem jungen Mann Mord und Mordversuch vorgeworfen. Zudem wurde seitens der Staatsanwaltschaft die Unterbringung des 17-Jährigen in einem forensisch-therapeutischen Zentrum eingebracht, die Anklage ist laut Bericht noch nicht rechtskräftig.
Ein kinder- und jugendpsychiatrisches Gutachten attestierte dem Steirer eine psychische Störung. Der 17-Jährige könnte aufgrund dessen weitere Straftaten begehen. Dennoch soll er zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen sein. Zunächst saß der Jugendliche in Untersuchungshaft, später wurde er in einem forensisch-therapeutischen Zentrum untergebracht.