Egal was Simone Lugner tut oder was über sie geschrieben wird – der Society-Star wird immer wieder im Netz grob beleidigt oder beschimpft – wir berichteten.
Am Dienstag musste sich erneut ein Facebook-Nutzer (42), der bösartig gegen Simone Lugner geschrieben hatte, vor Gericht verantworten. Im November 2025 tippte der seit Jahren arbeitslose Niederösterreicher laut Privatanklage unter einem Facebook-Beitrag von ATV die Worte. "Die letzte Erbschleicherin".
Der Beitrag hatte eine geplante Sendung mit Simone namens "Die letzte Lugnerin" angekündigt, sein Kommentar sollte eine Anspielung auf den Sendungstitel sein. Witzig fand das allerdings bis auf vier Personen, die ein Like gegeben haben, niemand – vorallem nicht die Betroffene.
Der darin geäußerte Vorwurf gegen Simone Lugner stelle eindeutig ein Ehrdelikt dar, rügte auch die Richterin den Mann. Den Brief von Lugner-Anwalt Florian Höllwarth, in dem der Jurist 8.000 Euro Entschädigung gefordert hatte, ließ der Angeklagte aus finanziellen Gründen unbeantwortet. "Weil ich das mit meiner Notstandshilfe sicherlich nicht zahlen kann – nicht mal in Raten."
Also kam es zum Prozess. Dort erklärte der eher einfach gestrickte Angeklagte (er fiel einst in der Hauptschule durch), dass er die Witwe des berühmten Baumeisters von einem bis 2022 gemeinsam gespielten Online-Game gekannt haben will: "Ich hab’ sie immer verteidigt, weil sie mir leidgetan hat – bis sie einmal mit ihrem Hochzeitskleid auf den Friedhof ging für die Presse."
Nach der österreichischen Strafprozessordnung (StPO) und ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs (OGH) ist eine Diversion bei reinen Privatanklagedelikten (Ehrdelikten) grundsätzlich ausgeschlossen. Viele Experten kritisieren diesen Umstand. Aktuell ist die Justiz mit einer Flut an Privatanklagen nach beleidigenden Social-Media-Postings beschäftigt, sodass sogar Experten eine Änderung der Gesetze fordern.
Von da an habe er sich immer wieder über die Lugner-Witwe geärgert und seinem Zorn leider auch öffentlich Luft gemacht. "Ich weiß, dass ich da einen Sch*** gemacht hab", erklärte der 42-Jährige reumütig. Dann ging er schließlich auf einen Vergleich ein, der ihn zu einer Zahlung von 2.000 Euro in zehn Raten verpflichtet. Um den Hass im Netz gegen Simone einzudämmen, sind bei diesem Artikel die Kommentare abgeschaltet.