Ein heftiges Erdbeben hat am Freitag (9. Oktober) den mittelamerikanischen Staat Panama erschüttert. Die Erdstöße erreichten eine Stärke von 7,6 und lösten eine Tsunami-Warnung für Teile der Pazifikküste aus. Zunächst war sogar von einer Stärke von 8,0 ausgegangen worden.
Das Epizentrum lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS an der Südküste Panamas. Die Erschütterungen waren auch in der Hauptstadt Panama-Stadt deutlich zu spüren, wie Augenzeugen berichteten.
Besonders besorgniserregend: Das US-Tsunami-Warnzentrum warnte unmittelbar nach dem Beben vor gefährlichen Flutwellen. Diese könnten innerhalb von drei Stunden auf bestimmte Küstenabschnitte Panamas und des Nachbarlandes Kolumbien treffen. Wie hoch die möglichen Wellen ausfallen könnten, war zunächst nicht bekannt.
Ob es durch das schwere Erdbeben Verletzte oder größere Schäden an Gebäuden gegeben hat, war vorerst unklar. Auch über mögliche Auswirkungen der Erschütterungen auf die Infrastruktur lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor.
Panama liegt in einer seismisch aktiven Region Mittelamerikas, in der mehrere Erdplatten aufeinandertreffen. Deshalb kommt es dort immer wieder zu teils heftigen Erdbeben.