Ein tragischer Unfall erschüttert die Gastronomiebranche: Der deutsche Unternehmer und L'Osteria-Mitgründer Klaus Rader ist tot. Der 63-Jährige verunglückte am Freitag (9. Oktober) bei einer Oldtimer-Rallye auf der spanischen Ferieninsel Mallorca.
Der Geschäftsmann nahm an der "Rallye 550 Challenge Mallorca" teil, als es zu dem folgenschweren Unglück kam. Für den erfolgreichen Unternehmer kam jede Hilfe zu spät.
Der tödliche Unfall ereignete sich auf der Landstraße Ma-10 zwischen Pollença und Lluc im Norden Mallorcas. Aus bisher ungeklärter Ursache kam das Fahrzeug des 63-Jährigen von der Straße ab und stürzte in eine Schlucht.
Rader überlebte den schweren Unfall nicht. Seine 39-jährige Beifahrerin erlitt laut Polizei eine Verletzung am Rückenmark. Weitere Einzelheiten zu ihrem Gesundheitszustand waren zunächst nicht bekannt. Wie es zu dem folgenschweren Unfall kommen konnte, ist noch unklar.
Klaus Rader galt als einer der erfolgreichsten deutschen Gastronomieunternehmer. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Friedemann Findeis gründete er 1999 in Nürnberg die Restaurantkette L'Osteria.
Was damals mit einem kleinen italienischen Lokal begann, entwickelte sich zu einer internationalen Erfolgsgeschichte. Heute betreibt L'Osteria mehr als 200 Restaurants in zehn Ländern, darunter auch zahlreiche Standorte in Österreich.
Bekannt wurde die Kette vor allem durch ihre Pizzen, Pasta-Gerichte und das italienische Restaurantkonzept. Auch am Aufbau der Gastronomiekette Vapiano war Rader beteiligt. Über viele Jahre prägte er damit die Entwicklung der Systemgastronomie im deutschsprachigen Raum.
2022 verkauften Rader und sein Geschäftspartner die Mehrheit an L'Osteria an die Investmentgesellschaft McWin. Der Unternehmenswert wurde damals mit rund 400 Millionen Euro angegeben. Beide Gründer blieben weiterhin am Unternehmen beteiligt.
Neben seinen geschäftlichen Erfolgen engagierte sich Rader auch für soziale Projekte, darunter die Unterstützung herzkranker Kinder.