Das hatte er wirklich vor

Flydubai-Co-Pilot – Ermittler enthüllen Anschlagsplan

Neue Ermittlungen zeigen: Ein Flydubai-Co-Pilot wollte eine Passagiermaschine gezielt in den Flughafen von Tel Aviv stürzen lassen.
Newsdesk Heute
09.10.2026, 19:31
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Was zunächst wie ein dramatischer Zwischenfall über dem Nahen Osten aussah, entpuppt sich immer mehr als geplanter Terroranschlag. Der Co-Pilot einer Flydubai-Maschine wollte das Flugzeug offenbar gezielt auf den israelischen Großflughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stürzen lassen. Das geht aus neuen Ermittlungsergebnissen der Vereinigten Arabischen Emirate hervor.

Besonders erschreckend: Der 29-Jährige soll sich monatelang auf seine Tat vorbereitet und sich dabei an den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA orientiert haben.

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Co-Pilot bereitete Anschlag genau vor

Nach Angaben der Ermittler begann die Radikalisierung des Mannes bereits 2017 während seines Studiums in Australien. Dort soll er zunehmend extremistische Inhalte konsumiert und sich mit Terroranschlägen beschäftigt haben.

Schließlich soll er den Entschluss gefasst haben, selbst ein Passagierflugzeug als Waffe einzusetzen. Seine berufliche Laufbahn als Pilot habe er nach eigenen Angaben auch mit diesem Ziel verfolgt.

Im Jänner 2026 wechselte der Mann zur Fluggesellschaft Flydubai. Dort nutzte er laut Ermittlungen zwei Flüge nach Tel Aviv, um sich mit der Flugroute und den Gegebenheiten am Flughafen vertraut zu machen.

Sein Ziel: Die Maschine in das Passagierterminal des Flughafens Ben Gurion zu steuern und möglichst viele Menschen zu töten.

Mit Rettungsaxt auf Piloten losgegangen

Am 30. September 2026 versuchte der Co-Pilot schließlich, seinen Plan umzusetzen. Während des Fluges FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv griff er den Kapitän im Cockpit plötzlich mit einer Rettungsaxt an.

Der Pilot wurde dabei schwer am Kopf verletzt. Trotzdem gelang es ihm, die Cockpittür zu öffnen und damit Hilfe zu ermöglichen. Ein weiterer Pilot, Besatzungsmitglieder und mehrere Passagiere griffen ein und überwältigten den Angreifer.

Während der dramatischen Szenen verlor die Maschine massiv an Höhe. Eine zweite Flugbesatzung konnte schließlich die Kontrolle übernehmen und das Flugzeug sicher im saudi-arabischen Tabuk landen.

An Bord befanden sich rund 170 Passagiere. Sie entkamen nur knapp einer möglichen Katastrophe.

Schon früher gab es Warnsignale

Brisant sind auch die Erkenntnisse über die Vergangenheit des Co-Piloten. Der Mann aus Oman soll bei seinem früheren Arbeitgeber Oman Air wegen extremistischer Ansichten aufgefallen sein. Zeitweise durfte er deshalb keine Flugzeuge mehr steuern.

Trotz dieser Vorgeschichte gelang ihm später der Wechsel zu Flydubai. Die Sicherheitsüberprüfungen bei seiner Einstellung hätten nach Angaben der Behörden keine Hinweise auf seine Anschlagspläne ergeben.

Bei den Vernehmungen soll der Verdächtige seine Tat detailliert gestanden haben. Er behauptet, alleine gehandelt zu haben. Die Ermittler prüfen allerdings weiterhin, ob es mögliche Unterstützer oder Hintermänner gab.

Ermittler prüfen mögliche Hintermänner

Auch eine mögliche Verbindung zum Iran steht im Raum. US-Präsident Donald Trump äußerte bereits den Verdacht, dass Teheran hinter dem versuchten Anschlag stecken könnte. Beweise dafür wurden bisher allerdings nicht vorgelegt.

Die Ermittlungen laufen weiter. Fest steht nach Einschätzung der Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate: Der Angriff im Cockpit war keine spontane Gewalttat, sondern Teil eines lange vorbereiteten Terrorplans.

red,09.10.2026, 19:31