Königsberger-Ludwig tritt an

"Erstes Telefonat": Kampf um SPNÖ-Vorsitz startet jetzt

Ulrike Königsberger-Ludwig bestätigt in einem Schreiben ihr Antreten. Dabei bat sie gleichzeitig auch um Entschuldigung.
Erich Wessely
13.04.2026, 13:30
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Innerhalb der SPNÖ rumort es gewaltig: Schon länger dürfte es im Hintergrund gebrodelt haben, per "Zund" von einem hochrangigen nö. SPÖ-Funktionär preschte die "NÖN" am Samstag vor, berichtete über ein mögliches Antreten von Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig für den SPNÖ-Landesparteivorsitz.

Am Sonntag rückte Königsberger-Ludwig ihrerseits aus, informierte die Mitglieder des Landesparteivorstandes und bestätigte ihre Entscheidung.

"Ja, ich kandidiere"

In der E-Mail heißt es: "Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Mitglieder des Landesparteivorstandes, viele von euch haben sich bereits bei mir gemeldet, viele haben gefragt und viele waren von den aktuellen Artikeln betreffend der Ankündigung meiner Kandidatur für den Landesparteivorsitz überrascht. Darum möchte ich es euch klar als Erste sagen: Ja, ich kandidiere für den Parteivorsitz der SPÖ Niederösterreich."

"Tut mir leid"

Und weiter: "Dass das an die Medien gelangt ist, tut mir leid. Ich habe das bisher nicht kommentiert, weil es mir wichtig ist, zuerst mit euch zu kommunizieren und erst danach mit den Medien. Mir geht es darum, gemeinsam mit euch wieder mehr Ruhe und Zusammenhalt in die SPÖ Niederösterreich zu bringen."

Königsberger-Ludwig sei in den letzten Wochen "immer wieder darauf angesprochen, dass die Situation in der Landespartei zur Zeit sehr schwierig ist und von vielen, aus unterschiedlichsten Gründen, als sehr angespannt erlebt wird und ich überzeugt bin, dass das Kraft kostet, Energie bindet - die wir für die eigentlichen Herausforderungen brauchen und es erschwert, als konstruktive Kraft wahrgenommen zu werden – sowohl von unseren politischen Mitbewerbern als auch von den Menschen in Niederösterreich - habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, als Kandidatin zur Verfügung zu stehen".

Ihr gehe es dabei darum, "gemeinsam mit euch wieder stärker zusammenzuarbeiten und die SPÖ Niederösterreich in eine ruhige, geschlossene und lösungsorientierte Richtung weiterzuentwickeln. In den Gesprächen der letzten Wochen ist auch deutlich geworden, dass es in Teilen der Partei den Wunsch nach personellen Veränderungen gibt. Dass dies in den Medien gelandet ist, war nicht meine Intention – ich hätte davor gerne ein persönliches Gespräch mit Sven geführt. Ein erstes Telefonat hat dazu bereits stattgefunden, weitere Gespräche werden folgen".

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Die Partei sei für sie mehr als Politik, "sie ist wie eine zweite Familie für mich. Und genau deshalb ist es mir wichtig, Verantwortung zu übernehmen".

"Das kann ich nicht allein"

Abschließend betont Königsberger-Ludwig in dem Schreiben: "Es ist mir ein großes Anliegen, die SPÖ Niederösterreich zu stabilisieren. Das kann ich nicht allein. Dazu braucht es uns gemeinsam. Die Bezirke, die Gewerkschaft, die Referate, die Vorfeldorganisationen und jeden und jede EinzelneN von euch. Ziel ist es gemeinsam mit euch, ein starkes Personalpaket für die Zukunft zu schnüren, das zum Einen ein gutes Angebot für die Menschen in Niederösterreich ist und zum Anderen die größtmögliche Zustimmung der Partei findet. Ein verlässliches, konsensfähiges Angebot für 2028. Diesen Weg möchte ich gerne mit euch gemeinsam gehen.
Ich stehe euch auch gerne für ein Telefonat zur Verfügung."

Klar ist: Bis zur Sitzung des Landesparteivorstandes am 20. April werden noch viele weitere Telefonate folgen, der Landesparteitag mit der Wahl erfolgt dann am 30. Mai in Vösendorf.

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