Jetzt ist es offiziell: Ulrike Königsberger-Ludwig will neue Chefin der SPÖ Niederösterreich werden. Die Staatssekretärin kündigte ihre Kandidatur in einem Schreiben an Parteimitglieder und den Vorstand an – und tritt damit gegen Amtsinhaber Sven Hergovich an.
In internen Gesprächen sei klar geworden, dass sich Teile der Partei personelle Veränderungen wünschen, heißt es. Ihr Ziel: die SPÖ NÖ "ruhig, geschlossen und lösungsorientiert" weiterentwickeln.
Königsberger-Ludwig will zudem ein starkes Team für die Zukunft formen. Dieses soll ein überzeugendes Angebot für die Menschen im Land darstellen – mit Blick auf die Landtagswahl 2028.
Dass Details zu ihrer Kandidatur vorab an Medien gelangten, bedauert sie. Eigentlich habe sie zuerst das Gespräch mit Hergovich suchen wollen. Ein erstes Telefonat habe inzwischen stattgefunden.
Fix ist: Hergovich bleibt im Rennen. "Er wird sich der Wiederwahl stellen", stellte SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Zwander klar. Wie viele Kandidaten am Parteitag am 30. Mai antreten, ist noch offen. Zuvor tagt am 20. April der Landesparteivorstand.
Kritik kommt von Arbeitnehmervertreter Markus Wieser. Zwar seien mehrere Kandidaten demokratisch legitim, die Vorgangsweise bezeichnete er jedoch als "sehr hinterfragenswert". Die Gewerkschafter seien nicht eingebunden gewesen und hätten erst aus den Medien davon erfahren.