In Tirol kommen immer weniger Kinder zur Welt. Im Jahr 2025 wurden 6.544 Babys geboren, gleichzeitig starben 6.728 Menschen. Damit gab es erstmals seit Beginn der detaillierten Aufzeichnungen im Jahr 1961 mehr Todesfälle als Geburten. Das zeigen die am Donnerstag veröffentlichten Daten des Landes Tirol.
Besonders auffällig: Die Zahl der Geburten ging im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent zurück. Auch die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau sank auf einen historischen Tiefstand von nur noch 1,28.
Gleichzeitig wird die Bevölkerung immer älter. Bereits 20,3 Prozent der Tiroler sind mindestens 65 Jahre alt. Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren machen hingegen nur 14,2 Prozent aus. Drei Prozent der Bevölkerung sind sogar 85 Jahre oder älter.
Die Lebenserwartung bleibt hoch: Männer werden in Tirol durchschnittlich 81,4 Jahre alt, Frauen 85,3 Jahre. Bei den Männern liegt Tirol damit österreichweit an der Spitze.
Auch bei den Umzügen gibt es auffällige Zahlen. Insgesamt zogen 693 Menschen mehr von Tirol nach Wien als umgekehrt. Aus dem Ausland verzeichnete Tirol hingegen einen Überschuss von 2.571 Personen. Die meisten Zuwanderer kamen aus Deutschland.
Bei den beliebtesten Babynamen hatten 2025 Emma und Paul die Nase vorne, gefolgt von Sophia und Leo.
Die Statistik zeigt auch außergewöhnliche Altersunterschiede: Die jüngste Mutter war gerade einmal 15 Jahre alt, die älteste 50. Der jüngste bekannte Vater war 16, der älteste 66 Jahre alt.
Auch die Zahl der Scheidungen stieg: 1.193 Ehen wurden 2025 in Tirol geschieden, um 8,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Die kürzeste Ehe hielt nur vier Monate und vier Tage, die längste wurde nach 60 Jahren geschieden.