Österreichs Nationalteam hat in der Nations League Moral bewiesen und seine ungeschlagene Serie fortgesetzt. Nach einer fehleranfälligen ersten Hälfte und einem 0:2-Pausenrückstand kämpfte sich die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick in Dublin noch zu einem 2:2 gegen Irland. Alexander Prass (71.) und Michael Gregoritsch (77.) sorgten mit einem Doppelschlag für den am Ende verdienten Punktgewinn.
Zuvor hatte Troy Parrott (13., 45./Elfer) zwei schwere Patzer in der ÖFB-Defensive bestraft. Mit sieben Punkten führt Österreich die Gruppe B3 zur Halbzeit weiterhin an. Am Sonntag wartet in Pristina mit dem Kosovo bereits die nächste Aufgabe.
Um die Aufholjagd doch noch zu schaffen, musste Rangnick seinen ursprünglichen Plan über Bord werfen. Gerade, wenn es um zwei Spieler geht: Sasa Kalajdzic und Konrad Laimer. Kalajdzic stand als Solospitze in der ÖFB-Startformation, rückte nach der Pause eine Etappe weiter nach hinten. Aber der baumlange Angreifer spielte durch – was eigentlich nicht geplant war.
Ebenso nicht geplant war, dass Bayern-Legionär Laimer bereits in der Halbzeitpause in die Partie kam. Der Bayern-Legionär rückte nach überstandenen Adduktorenproblemen erst am Montag ins ÖFB-Teamcamp ein. Coach Rangnick hatte zunächst erklärt, Laimer werde im Laufe der zweiten Halbzeit kommen, womöglich 30 Minuten spielen können. Das sei auch mit seinem Verein Bayern München so abgesprochen gewesen. Am Ende waren es 45 Minuten.
"Wir wollten Sasa nicht rausnehmen, weil wir ihn gebraucht haben mit seiner Kopfballstärke", hatte ÖFB-Coach Rangnick mit Blick auf den LASK-Stürmer im "ORF" gemeint.
Und Laimer? "Ich habe ihn in der Pause gefragt, ob er sich auch eine komplette Halbzeit zutraut. Er meint: ,Ja'", so der ÖFB-Coach. Der Münchner Allrounder war jedenfalls ein belebender Faktor im Mittelfeld. Wenn auch nicht alles sofort klappte. "Bei ihm ist nicht jeder Ball dorthin gekommen, wo er wollte. Er braucht einfach Rhythmus", so Rangnick. Zumindest Laimer ist aber jedenfalls auch für Sonntag, für das Auswärtsspiel im Kosovo, ein Thema für die Startelf.
Das ÖFB-Team reist nun in den Kosovo weiter, wo am Sonntag gespielt wird.