Troy Parrott schockte Österreichs Nationalteam gleich im Doppelpack. Er brachte die zu Beginn starken Iren mit einem sensationellen Solo in Führung (12.) und ließ dabei drei ÖFB-Asse aussteigen, legte noch vor dem Pausenpfiff zum 2:0 per Elfmeter nach (45.). Es brauchte dann einen rot-weiß-roten Doppelschlag durch Alexander Prass nach Zuspiel von Patrick Wimmer (71.) und einen von Michael Gregoritsch versenkten Freistoß (77.), um Österreich noch den Punkt zu retten.
Am Ende sorgten Wille und Kampfkraft im zweiten Durchgang für den Punkt, doch mit der ersten Spielhälfte war ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick alles andere als zufrieden.
"Es waren zwei grundverschiedene Halbzeiten. In der ersten Hälfte hatten wir das Nachsehen, wenig Energie auf dem Platz", so der Deutsche nach dem Spiel im "ORF". Dem vor allem das erste Gegentor nicht schmeckte. "Da haben wir uns nicht gut angestellt. Er kann am ersten Spieler vorbeikommen, aber nicht am Zweiten und am Dritten. Über den Halbzeitstand konnten wir uns nicht beklagen. Der war verdient", analysierte Coach Rangnick nüchtern. Um dann noch einmal klarzumachen: "Das erste Tor, das geht gar nicht."
"Die Iren haben super gespielt. So spielt man zu Hause", lobte der Deutsche dann Gastgeber Irland für den Auftritt im ersten Durchgang. "Individuell, als auch mannschaftstaktisch war das auf sehr hohem Niveau. Die waren einfach besser als wir. Wir haben keine Mittel gefunden, da dagegenzuhalten", legte Rangnick den Finger in die Wunde.
"Insgesamt war die erste Hälfte vom Energielevel nicht gut. Wir hatten dann am Ende mehr Energie", so der 68-Jährige.
"Am Schluss waren wir dem Sieg näher als Irland. Wir hatten gute Möglichkeiten. Aber wenn man mit 0:2 zurückliegt und dann noch zurückkommt, dann ist das Ergebnis okay. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit der ersten Halbzeit natürlich nicht", so der 68-Jährige.
Das ÖFB-Team reist nun in den Kosovo weiter, wo am Sonntag gespielt wird.