Auf die Wiener Öffi-Fahrgäste kommt zu Jahresbeginn die nächste Tariferhöhung zu. Mit 1. Jänner 2027 sollen die Preise bei den Wiener Linien erneut angepasst werden. Wie stark die Tickets tatsächlich teurer werden, steht allerdings noch nicht fest – das berichtet der KURIER.
Künftig sollen die Tarife jährlich valorisiert werden. Als Orientierung dient dabei der Verbraucherpreisindex. Die zuletzt bekannt gegebene September-Inflation lag im Jahresvergleich bei 3,6 Prozent.
Sollten die Wiener Linien ihre Preise in ähnlichem Ausmaß erhöhen, könnte die gängigste Variante der Jahreskarte von derzeit 467 auf 483 Euro steigen, berichtet die Tageszeitung.
Auch andere Tickets wären davon betroffen. Ein Einzelfahrschein könnte demnach künftig 3,30 Euro statt 3,20 Euro kosten. Für die Monatskarte wären bei einer entsprechenden Anpassung 77,60 Euro statt derzeit 75 Euro fällig, heißt es in dem Bericht weiter.
Fix sind diese konkreten Preise allerdings noch nicht.
Anders als bei der Valorisierung von Wasser-, Müll- und Kanalgebühren gibt es für die Öffi-Tarife keine gesetzlich festgelegte Berechnungsformel.
Die Wiener Linien erklären gegenüber dem KURIER: "Wie angekündigt, werden die Wiener Linien – so wie ÖBB und VOR – ihre Tarife jährlich, am VPI (Verbraucherpreisindex) orientiert, anpassen. Wir sind derzeit in der finalen Ausarbeitung. Detailinfos dazu folgen im Herbst."
Auch Mobilitätsstadträtin Ulli Sima nannte noch keine konkreten Zahlen. Sie verwies in der Tageszeitung auf die Wiener Linien, die "gerade am Kalkulieren" seien.
Über viele Jahre blieb der Preis der Jahresnetzkarte unverändert. Von 2012 bis 2026 galt die 365-Euro-Jahreskarte nach dem Prinzip von einem Euro pro Tag.
Mit der Tarifreform wurde dieses Modell beendet. Gleichzeitig wurde angekündigt, die Preise künftig jährlich anzupassen, statt mehrere Jahre bis zur nächsten Erhöhung zu warten.
Zum Vergleich: ÖBB und VOR wollen ihre Fahrkartenpreise Mitte Dezember um durchschnittlich 3,5 Prozent erhöhen.
Wie viel Jahreskarte, Monatskarte und Einzelfahrschein ab 1. Jänner 2027 tatsächlich kosten werden, soll in den kommenden Wochen feststehen.