In Rumänien leben schätzungsweise 600.000 Straßenhunde. Aufgrund eines umstrittenen Gesetzes von 2013 dürfen Kommunen streunende Hunde einfangen und nach 14 Tagen töten lassen, wenn sie nicht adoptiert werden.
Das Geld für diese Tierheime stammt laut Tierschützern überwiegend aus kommunalen Haushalten. Als EU-Mitglied erhält Rumänien zudem Subventionen für Abfallwirtschaft und Infrastruktur – Bereiche, in die auch das Straßenhunde-Management fällt.
Kritiker sehen darin eine indirekte Finanzierung eines Systems, das das Einfangen und Töten von Hunden begünstigt. In den vergangenen drei Jahren sollen laut Aktivisten rund 70.000 Hunde in rumänischen Tierheimen getötet worden sein.
Um die Missstände öffentlich zu machen, reisten die Influencer Christian Wolf, Jan Kraume und Nathan Goldblat nach Rumänien. Sie sammelten knapp 200.000 Euro für die Tiere. Goldblat, der fast 700.000 Follower auf Instagram hat, schildert: "Die Tiere werden häufig nicht gefüttert und nicht medizinisch versorgt."
Die Dokumentation "How to kill a Puppy and get rich" berichtet anschaulich über die grauenhaften Machenschaften der sogenannten Welpenmafia und ist auf JOYN zu finden.
Wolf sagt: "Wir machen das, um massiven öffentlichen Druck zu erzeugen." Die hygienischen Bedingungen in den Tierheimen seien miserabel.
Die Bilder aus einer der Einrichtungen sind erschütternd: Kühltruhen voller toter Hunde, Müllsäcke mit Kadavern, Tiere, die mit Fangstangen gegen Wände gedrückt werden. Die Influencer vermuten, dass manche Tiere mit Frostschutzmitteln getötet wurden. Langsam und qualvoll.
„Wäre das gleiche Geld in flächendeckende Kastrationen geflossen, wäre das Problem längst gelöst – ohne dass ein einziger Hund sterben musste“Nathan GoldblatInfluencer und Tierschützer
Jana Hoger von PETA kritisiert, dass Kontrollen häufig gar nicht oder nur unregelmäßig stattfinden und das Geschäft boomt, denn immerhin bringt ein gefangener Hund zwischen 200 und 400 Euro für den Betreiber einer Tötungsstation.