"Bin geschockt"

EU-Kommissar ist entsetzt über Temu und Shein

Michael McGrath zeigt sich schockiert über die Gefährlichkeit einiger Waren, die Shein und Temu in die EU liefern. Nun will er in China Druck machen.
20.07.2025, 19:29
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"Wir müssen dafür sorgen, dass die Produkte auf unserem Markt sicher sind", sagte EU-Verbraucherschutzkommissar Michael McGrath 2024. Jetzt zeigt er sich schockiert über Warenlieferungen von Temu und Shein, die teils giftig und gefährlich seien – und will in China Druck machen.

Gefährliche Schnuller und giftige Regenmäntel

McGrath warte noch auf das Ergebnis einer EU-weiten Secret-Shopper-Aktion, die beweisen soll, dass chinesische Retailer gegen EU-Gesetze verstoßen, schreibt der "Guardian". Bereits jetzt sei er auf Schnuller gestoßen, die für Babys lebensgefährlich seien. Auch von giftigen Regenmänteln für Kinder und Sonnenbrille ohne UV-Filter sei die Rede.

Vorwurf: China halte sich nicht an die EU-Regeln

"Ich bin schockiert darüber, und ich denke, wir haben die Pflicht, die europäischen Verbraucher zu schützen", sagte McGrath zum Guardian. Das Wachstum von Anbietern wie Temu und Shein sei außergewöhnlich und setze die europäischen Staaten enorm unter Druck.

"Ich bin entschlossen, die Durchsetzung unserer Gesetze zur Produktsicherheit und unserer Verbraucherschutzvorschriften zu forcieren", so McGrath. Dabei gehe es nicht nur um den Verbraucherschutz, sondern auch um die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen für die europäischen Unternehmen. Sie müssten mit Anbietern konkurrieren, die sich nicht an Vorgaben halten.

McGrath will Druck auf China erhöhen

Ob das Thema beim nächsten EU-China-Treffen am 25. Juli in Peking besprochen werde, sei noch unklar, sagte McGrath. So oder so werde er aber noch dieses Jahr mit den chinesischen Behörden in Kontakt treten.

Am Sonntagabend reagierte Temu. Ein Sprecher erklärte: "Bei Temu haben Produktsicherheit und Compliance einen sehr hohen Stellenwert. Wir setzen ein System aus Händlerüberprüfung, proaktivem Monitoring und bedarfsgerechter, reaktionsschneller Kontensperrung ein. Auf diese Weise können wir unsichere Produkte verhindern, erkennen bzw. entfernen."

Außerdem arbeite man "eng mit weltweit anerkannten Prüf- und Zertifizierungsorganisationen wie TÜV SÜD, Eurofins, SGS und Bureau Veritas zusammen", um sicherzustellen, "dass die von Drittanbietern eingestellten Produkte den Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen".

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