Trotz Marterbauer-Absage

Europa rüstet auf – Ministerin will neue Abfangjäger

Finanzminister Marterbauer (SPÖ) sieht bei der Beschaffung neuer Abfangjäger keinen Spielraum. Nun kontert Verteidigungsministerin Tanner (ÖVP).
Newsdesk Heute
25.03.2026, 08:18
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In der Debatte um die Eurofighter-Nachfolge beim heimischen Bundesheer dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Während Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) angesichts der angespannten Budget-Lage im Gespräch mit der "Krone" keinen Spielraum für "zusätzliche Anschaffungen" sieht, ortet Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) eine "sicherheitspolitische Notwendigkeit".

Demnach sei die Wahrung der Lufthoheit "eine zentrale Aufgabe eines souveränen Staates", heißt es in einer Aussendung am Dienstag. Gerade angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen in Europa und der steigenden Anforderungen an die militärische Luftraumüberwachung müsse das Heer moderne Abfangjäger erhalten.

Europäische Länder rüsten auf

Zudem würden sich die heimischen Systeme dem Ende ihrer Nutzungsdauer nähern. In absehbarer Zeit würden sie nicht mehr "den technologischen und operationellen Anforderungen" entsprechen. Des Weiteren seien leistungsfähige Luftstreitkräfte mittlerweile der europäische Standard, betont die Verteidigungsministerin.

Seitens des Bundesheeres erklärt man, dass mehrere Staaten Europas auf den Ausbau ihrer Luftstreitkräfte setzen. So verstärke sich Dänemark mit 27 zusätzlichen Kampfjets. Schweden würde gar 60 weitere Kampfflugzeuge bestellen. Noch stärker rüstet Finnland mit 64 weiteren Fliegern auf. Auch Österreich sei verpflichtet, seinen Luftraum rund um die Uhr zu überwachen und beschützen zu können.

Jets notwendig für Zusammenarbeit

In diese Kerbe schlägt auch Tanner: "Wenn wir die Sicherheit Österreichs auch in Zukunft gewährleisten wollen, brauchen wir eine moderne und verlässliche Luftraumüberwachung. Die Nachbeschaffung von Abfangjägern ist daher keine Option, sondern eine sicherheitspolitische Notwendigkeit".

Des Weiteren mache man darauf aufmerksam, dass "eine moderne Luftflotte auch die verstärkte Zusammenarbeit mit europäischen Partnern im Rahmen von Übungen, Luftraumsicherungsoperationen und internationalen Einsätzen" ermöglichen würde.

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