Der frühere englische Teamspieler Micah Richards hat kurz nach dem WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien den Tod seines Vaters öffentlich gemacht. Wie der 37-Jährige auf Instagram schrieb, erfuhr er erst wenige Minuten vor der Live-Übertragung vom überraschenden Tod seines Vaters Lincoln.
Trotz des schweren Schicksalsschlags entschied sich Richards, die TV-Sendung der BBC gemeinsam mit Wayne Rooney und Joe Hart wie geplant zu absolvieren. England verlor das Halbfinale in Atlanta gegen Argentinien mit 1:2. 24 Millionen Menschen verfolgten die Übertragung in England live.
In seinem emotionalen Posting erinnerte Richards an seinen Vater als seinen "größten Fan". Lincoln habe ihn als Kind zu jedem Training und Spiel gefahren und während seiner gesamten Karriere kaum eine Partie verpasst. "Er war der stolzeste Vater überhaupt", schrieb der Ex-Profi.
Warum er dennoch vor die Kamera trat, erklärte Richards ebenfalls. Er wisse, welche Bedeutung England-Spiele bei einer Weltmeisterschaft für viele Familien hätten. Außerdem sei er überzeugt, dass sein Vater genau das gewollt hätte. "Ich weiß, dass mein Vater gewollt hätte, dass die Sendung weitergeht."
Zum Abschluss richtete Richards bewegende Worte an seine Familie. Seine Gedanken seien bei seinen Geschwistern und allen Angehörigen. Seinen Vater bezeichnete er als seinen "Helden und seine Inspiration".
Jüngst erlitt auch ORF-Kommentator Daniel Warmuth einen Schicksalsschlag. Auch sein Vater verstarb völlig überraschend. Warmuth: "Er war mein größter Fan, das ist gerade sehr, sehr hart für mich. Ich würde sofort auf die Erfahrung aus Kansas City verzichten, wenn er dafür noch da wäre." Damit sprach er das 3:3 von Österreich im Gruppenfinale gegen Algerien an, als sein Kommentar beim Last-Minute-Ausgleich ("Bist. Du. Deppert!") zum viralen Hit wurde.