Heftiger Brandanschlag auf eine Synagoge! In Rotterdam musste die Polizei Freitagfrüh ausrücken, nachdem vor dem Eingang des Gotteshauses Feuer gelegt wurde. Auf Aufnahmen war auch eine kleine Explosion zu sehen.
Verletzte gab es bei dem Vorfall glücklicherweise keine. Auch die Flammen erloschen wieder von allein. Noch in den Morgenstunden konnten vier Verdächtige zwischen 17 und 19 Jahren von der Polizei gefasst werden.
Demnach stehen sie im Verdacht, das Feuer absichtlich gelegt zu haben. Das Fahrzeug der jungen Männer sei durch auffälliges Fahrverhalten ins Visier der Beamten geraten. Unklar bleibt, ob die Verdächtigen auch einen Anschlag gegen die zweite Synagoge geplant haben, berichtet die "Krone".
In der jüdischen Gemeinschaft geht man von einem "gezielten Angriff"aus, der die Angst unter den Juden in den Niederlanden erhöhen werde. Laut dem Vorsitzenden der Synagoge, Chris den Hoedt, sei der entstandene Schaden an dem Gebäude gering.
Auch der niederländische Justizminister David van Weel geht von einem gezielten Anschlag aus. Er vermutet einen antisemitischen Hintergrund. Vor diesem Hintergrund wurde vonseiten der Rotterdamer Bürgermeisterin Carola Schouten bekräftigt, dass ihre Stadt "kein Platz für Antisemitismus, Einschüchterungen, Gewalt und Hass gegen Religionsgemeinschaften" sei.