Schockierender Zwischenfall in der deutschen Stadt Gießen: Vor der Beith-Jaakov-Synagoge kam es am Dienstagabend zu einem Brand. Der mutmaßliche Übertäter – ein 32-jähriger Deutscher – wurde kurz darauf festgenommen.
Laut einem Zeugen soll die Tat gegen 20.35 Uhr passiert sein. Polizei und Feuerwehr hätten schnell reagiert. Der Brand wurde gelöscht und der Tatort von Streifenwägen abgesucht. Nur kurze Zeit später wurde der Tatverdächtige vor der Synagoge gefasst.
Eine Überwachungskamera konnte das Geschehen aufzeichnen. Demnach habe der Mann den Arm zum Hitlergruß gehoben und danach Altpapier, welches in Rollcontainern gelagert war, angezündet.
Gegenüber der "Bild" bestätigte ein Polizeisprecher die Echtheit der Aufnahmen. Menschen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Jedoch wurde ein Rollladen des angrenzenden Gebäudes sowie das Eingangstor beschädigt.
Der Mann soll laut bisherigem Ermittlungsstand alleine gehandelt haben. Die Ermittlungen wurden vom Staatsschutz übernommen, ob ein politisches Motiv vorliegt, ist unklar. Der Verdächtige soll einem Haftrichter vorgeführt werden. Dann werde auch über die mögliche Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung entschieden.