Rund 10 französische Kunden, die Teslas geleast haben, verklagen den US-Autobauer, der von Elon Musk geleitet wird, weil sie die Fahrzeuge als "rechtsextreme" Symbole betrachten: Dies ließ die Anwaltskanzlei GKA, die sie vertritt, am Mittwoch verlauten.
Die Kläger fühlten sich durch die Art und Weise, wie Teslas nun mit Elon Musks Handlungen in Verbindung gebracht werden, "direkt und konkret" geschädigt. In einer Erklärung fordern sie vom Pariser Handelsgericht die Auflösung ihrer Leasingverträge und die Erstattung der Prozesskosten.
Die Klage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Tesla-Verkäufe in der EU seit Jahresbeginn fast halbiert haben – ein Einbruch, der auf Musks politische Aktivitäten zurückgeführt wird.
So stand er bis vergangene Woche fest auf der Seite von US-Präsident Donald Trump und leitete als Chef der Behörde Doge die Bemühungen um die Kürzungen bei US-Behörden. Er hat auch die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) öffentlich unterstützt und wurde für seine Geste mit ausgestrecktem Arm kritisiert, die von vielen als Nazi-Gruß interpretiert wurde.
So hindere "die Wahrnehmung der Autos, die sie geleast haben", die Kläger daran, diese "in vollen Zügen" zu genießen. Tesla-Autos in Europa inklusive der Schweiz wurden schon verschiedentlich von Vandalen ins Visier genommen. Manche Fahrer berichteten, dass sie beleidigt wurden, weil sie ein Auto fuhren, das in den sozialen Medien manchmal als "Swasticar" ("Hakenkreuz-Auto") bezeichnet wird.
"Die Situation ist sowohl unerwartet als auch unmöglich für französische Tesla-Besitzer", sagte Anwalt Patrick Klugman von GKA gegenüber AFP. "Wir glauben, dass Herr Musk diesen Käufern den friedlichen Besitz des verkauften Fahrzeugs schuldet", sagte er. Tesla hat auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP noch nicht geantwortet.