ARBÖ-Experte berichtet

Extreme Hitze: Das beschert Pannenhelfern meiste Arbeit

Der Rekordsommer brachte nicht nur die Menschen ordentlich ins Schwitzen. Auch zahlreiche Autos streikten in der Hitze – Helfer hatten viel zu tun.
Oberösterreich Heute
29.08.2026, 22:35
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Glühender Asphalt, aufgeheizte Motorräume und schwer beladene Autos im Urlaubsverkehr: Die extremen Temperaturen wurden für viele Fahrzeuge zur Belastungsprobe. Der ARBÖ OÖ zieht nun Bilanz und zeigt, welche Defekte seine Helfer diesen Sommer am häufigsten beschäftigten.

An der Spitze der Sommer-Pannen-Hitliste steht ausgerechnet ein Winter-Klassiker: die Autobatterie. Rund 45 Prozent aller Einsätze gingen auf einen defekten Energiespeicher zurück. Denn nicht nur eisige Kälte, auch extreme Hitze setzt Batterien massiv zu.

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"Durch die enorme Hitze kommt es in den Batteriezellen zum Kurzschluss. Außerdem ist die Selbstentladung der Batterie ungleich höher als bei kühlerem Wetter", erklärt ARBÖ-Experte Johannes Kremslehner.

Betroffen sind auch E-Autos: Ihre 12-Volt-Starterbatterie kann unabhängig vom Hochvoltsystem schlappmachen. Der ARBÖ rät deshalb vor allem bei Speichern, die älter als fünf Jahre sind, zu regelmäßigen Checks. Damit soll verhindert werden, dass die Fahrt in den Urlaub schon vor der eigenen Haustür endet.

Bis zu 70 Grad am Asphalt

Ebenfalls häufige Pannenursachen waren überhitzte Kühlsysteme und Probleme mit der Elektronik. Hohe Temperaturen, aufgeheizte Motorräume, Stop-and-go-Verkehr und schwer beladene Urlaubsautos brachten viele Fahrzeuge an ihre Grenzen. Oft waren zu wenig Kühlwasser, kaputte Schläuche, Dichtungen oder Wasserpumpen schuld.

Auch die Reifen litten unter dem Rekordsommer. Bei mehr als 30 Grad kann sich der Asphalt auf bis zu 70 Grad aufheizen. Der Gummi wird dadurch weicher, verschleißt schneller – und im schlimmsten Fall endet die Fahrt mit einem Reifenschaden.

"Noch schlimmer ist es, wenn man gerade in den wohlverdienten Urlaub starten wollte und die ganze Familie samt Sack und Pack in der Hitze schmoren muss", so Kremslehner. Die meisten Pannen hätten die Helfer aber rasch direkt vor Ort beheben können. Sein Fazit: "Insgesamt blicken wir stolz auf einen anstrengenden Sommer zurück."

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