Die Bergung des abgestürzten Kleinflugzeugs aus dem Attersee ist vorerst gescheitert. Nach stundenlangen Versuchen brachen die Einsatzkräfte die Arbeiten am Samstagnachmittag ab. Der Einsatz sei technisch zu schwierig, teilte die Landespolizeidirektion Oberösterreich mit. Wann ein neuer Versuch gestartet werden kann, ist offen.
Seit Mittwoch liegt das Wrack in rund 160 Metern Tiefe, etwa 300 Meter vom Ufer entfernt. Eine 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Fluglehrer waren mit der Maschine abgestürzt.
Das Hauptproblem bei der Bergung: Die Einsatzkräfte schaffen es nicht, eine Sicherungsleine am Flugzeug anzubringen. Dafür wird ein einarmiger Unterwasserroboter eingesetzt, der von einem Boot aus per Joystick gesteuert wird.
"Wir haben es immer noch nicht geschafft, dass wir das Flugzeug richtig erwischen. Das ist derzeit unsere Hauptaufgabe. Erst dann kann man überhaupt von einer Bergung reden. Und auch das wird dann noch Stunden dauern", erklärte Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl noch am Samstagvormittag gegenüber der "Krone".
"Das Wrack liegt am Seeboden, wir müssen den einarmigen Roboter mit einem Joystick bewegen und versuchen, eine Art Schlaufe darüber zu ziehen." Doch unter die Maschine kommt das Gerät nicht. Auch an der Front und den Flügeln findet sich keine geeignete Stelle zum Einhaken.
Schon am Freitag hatten die Einsatzkräfte bis Mitternacht gearbeitet. Wegen eines Gewitters und des unruhigen Sees mussten sie schließlich aufhören. Am Samstag gingen die Versuche weiter.
"Wir versuchen irgendeine Stelle zu finden, wo wir die Sicherungsleine festmachen können. Es ist wirklich ein Geduldsspiel. Und dabei sitzt die Mannschaft die ganze Zeit in einem schwankenden Boot. Der Wellengang macht diese Aufgabe nicht einfacher", schildert Hufnagl.
Erst wenn das Wrack sicher an einer Leine hängt, könnte es langsam nach oben gezogen werden. Ab einer Tiefe von 40 Metern könnten Taucher übernehmen und Ballons befestigen, damit das Flugzeug nicht wieder absinkt.
Dazu kam es am Samstag jedoch nicht mehr. Weil es weiterhin nicht gelang, das Wrack für das Hochziehen zu sichern, wurde die Bergung schließlich auf unbestimmte Zeit verschoben.