Dringender Appell an Bürger

Extreme Trockenheit! Gemeinde droht Wasser-Engpass

In Reith im Alpbachtal gehen die Quellschüttungen deutlich zurück. Die Gemeinde appelliert an die Bevölkerung, den Wasserverbrauch einzuschränken.
Newsdesk Heute
29.04.2026, 11:22
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Die anhaltende Trockenheit macht sich zunehmend bemerkbar – auch in Tirol. In Reith im Alpbachtal reagiert die Gemeinde jetzt und richtet einen klaren Appell an die Bevölkerung: Wasser sparen.

Ein aktuelles Flugblatt informiert die Bürger über die Lage. "Aufgrund der anhaltenden Trockenperiode und fehlender Niederschläge sind derzeit im gesamten Gemeindegebiet rückläufige Quellschüttungen in der öffentlichen Wasserversorgung zu verzeichnen", heißt es in dem Schreiben, das der "Tiroler Tageszeitung" vorliegt. Konkret bedeutet das: Der Wasserverbrauch soll auf das absolut Notwendige reduziert werden.

Damit gehen auch Einschränkungen einher. Pools dürfen nur noch nach Rücksprache mit dem Gemeindeamt befüllt werden. Aufs Autowaschen sowie das Reinigen von Einfahrten oder Terrassen soll verzichtet werden. Auch das Gießen von Rasen- und Grünflächen ist derzeit nicht erwünscht.

Gemeinde will "früh genug informieren"

Bürgermeister Thomas Gschösser betont jedoch, dass es sich dabei vor allem um eine Vorsichtsmaßnahme handelt. "Wir haben noch kein Problem, wir denken nur, dass es besser ist, früh genug zu informieren", erklärt Gschösser. Ziel sei es, das Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit Wasser zu schärfen.

Ganz unbegründet ist die Sorge allerdings nicht. Während die Quellen üblicherweise zwischen 15 und 18 Sekundenliter liefern, sind es aktuell nur noch zehn. Die Entwicklung passt zu den Daten von GeoSphere Austria: In Tirol lagen die Niederschläge im März um bis zu 37 Prozent unter dem Durchschnitt, im April sogar um bis zu 50 Prozent.

Bürgern drohen keine Strafen

Strafen müssen die Einwohner dennoch nicht fürchten, sollten sie sich nicht an die Empfehlungen halten. "Die Maßnahme der Kundmachung dient zur Bewusstseinsbildung, nicht um Strafen verhängen zu können. Es gibt also weder Überprüfung noch Strafen", erklärt Gschösser. "Wir wollen aufmerksam machen, dass keine Ressource endlos verfügbar ist. Mehr (noch) nicht", schreibt der Bürgermeister in einer Mail an die TT.

Langfristig denkt die Gemeinde auch über einen Ausbau der Wasserversorgung nach. Konkrete Projekte gibt es zwar noch nicht, doch mögliche Optionen sind bereits im Blick. "Allerdings existieren ein paar aussichtsreiche Quellen, deren Schüttung gut ist und deren Qualität passt", schildert Gschösser mögliche Zukunftsszenarien.

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